Liebe Leserin, lieber Leser!

Der Bundeskanzler habe am Vortag aus der Ferne zugewinkt, wird erzählt. Eine bekannte Schauspielerin war da, auch ein prominentes Journalistenpaar mit seinem Hund. Und natürlich viele, viele bekannte Gesichter aus entwicklungspolitischen und humanitären NGOs. Plötzlich sei ein Blumenstrauß zwischen den Grabkerzen gelegen. EU-PolitikerInnen auf Wahlkampftour hätten fair gehandelte Süßigkeiten vorbeigebracht und das schamhaft hinter der simulierten Wellblechhütte versteckte Dixi-Klo sei das sauberste aller Zeiten gewesen.

Dies sind nur ein paar der Eindrücke der Südwind-Redakteurinnen von der Mahnwache am Wiener Ballhausplatz. 100 Stunden durchgehend wurde am Platz zwischen Präsidentschaftskanzlei und Bundeskanzleramt gegen die drohenden Kürzungen im EZA-Budget in Schichten kampfgetrauert (siehe auch Kurzmeldung auf Seite 7 und nachzusehen auf www.mirwurscht.org). Die wichtige Aktion mit starker Medienresonanz hatte auch eine entschleunigende Nebenwirkung. Wie oft harrt man stundenlang auf einem unbelebten Platz aus und was kann man dabei beobachten?

Was sie nicht wissen müssen: Am 17. Juni ist Weltwüstentag. Das Thema „Lebensraum Sahara“ in dieser Ausgabe hingegen ist absolut lesenswert.

Eine anregende Lektüre wünscht
die Südwind-Redaktion

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