Der Zauberbaum

Die Einheimischen Madagaskars nennen den Baobab „Mutter des Waldes“ und verehren ihn als magischen „Baum des Lebens“. Wie kein anderer prägt der majestätische Baum das Bild des Inselstaates, wo sechs der acht weltweit existierenden Arten des Baobab ausschließlich vorkommen.

„Der Legende zufolge war Gott außer sich vor Zorn, als er die Baobabs schuf. Deshalb pflanzte er sie verkehrt herum in die Erde, das Gewirr aus Wurzeln gen Himmel gereckt, und gab ihnen nur winzige Wurzelfasern, um sie im Boden zu verankern.“ (Pascal Maitre)© Pascal Maitre

Der Baobab wird bis zu 1.600 Jahre alt, bis zu 40 Meter hoch und erreicht das Gewicht von 278 Tonnen, was dem eines Airbus A 380 entspricht.

Seine Rinde ist korkähnlich und wie der Stamm feuerbeständig. Man kann daraus Baumaterial, Stoff und Seile herstellen. Die Blätter dienen als Würzmittel und Medizin, die essbaren Früchte sind reich an Vitamin C.

Pascal Maitre, mehrfach ausgezeichneter französischer Fotojournalist, hat Madagaskar immer wieder besucht und dabei die Beziehung zwischen den Einheimischen und den Baobabs dokumentiert. Die Faszination der einzigartigen Bäume wird in dem eindrucksvollen Bildband in der außergewöhnlichen Japanbindung aus der Edition Lammerhuber spürbar.    ki

Durch Blitzschlag oder Menschenhand ausgehöhlte Baobabs dienen als Wasserspeicher. Sechs Monate dauert es, bis der „ausgeweidete“ Baum wieder eine neue Innenrinde entwickelt.© Pascal Maitre

Pascal Maitre:
Baobab. Der Zauberbaum
Edition Lammerhuber, Baden 2017;
112 Seiten, 50 Fotos, 49,90 €

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