Garaus

Warum das Verschwinden der Garküchen auf Bangkoks Straßen die Existenz von tausenden Menschen gefährdet, berichtet Rainer Einzenberger nach einem Lokalaugenschein.

Es ist ungewöhnlich ruhig geworden in der Straße Sukhumvit 38 nahe der Hochbahn-Station Thonglor in der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Auf den Gehsteigen und Straßenrändern, wo vor einem Jahr noch alle paar Meter Köstlichkeiten wie Curry-Suppen ihr Aroma verströmten, der berühmte scharfe Papaya-Salat feilgeboten oder Reis- und Nudelgerichte frisch im Wok gebratenen wurden, sind nur mehr wenige Garküchen verblieben; die Geschäfte laufen schlecht, berichten die BetreiberInnen, die noch da sind.Das hat einerseits wirtschaftliche Gründe: Immer mehr der alten chinesischen Häuserzeilen und Einfamilienhäuser entlang der Hochbahn müssen angesichts astronomischer Grundstückspreise und hoher Profiterwartungen neuen, leblosen Wolkenkratzern weichen. Mit den historisch gewachsenen nachbarschaftlichen Strukturen...

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