Griechisch neu

Von Werner Leiss

Kristi Stassinopoulou und Stathis Kalyviotis haben schon eine ganze Menge zur Erneuerung und Weiterentwicklung griechischer Folk-Traditionen beigetragen. Sowohl beide für sich, als auch gemeinsam. Darüber hinaus hat sich Kristi Stassinopoulou mit verschiedenen, insbesondere elektronischen Sounds auseinandergesetzt. Ihre eigene Definition von Psychedelia ist in der Vergangenheit ja auch erfolgreich auf einigen ihrer Solowerke zum Tragen gekommen. Auf ihrem neuen Album, gemeinsam mit ihrem langjährigen Lebenspartner, sind ausschließlich Lieder in der Demotika-Tradition zu hören. Freilich in Bearbeitungen, die wieder deutlich die Handschrift der beiden tragen. „Greekadelia“ ist insofern die richtige Bezeichnung. Die Songs wurden aus ganz verschiedenen Regionen und Inseln Griechenlands zusammen getragen. Das erste Stück „Matia San Kai Ta Daka Sou“ ist gleich eines der eindringlichsten, in dem der hypnotische Gesang Kristi Stassinopoulous besonders zur Geltung kommt. Sie spielt Perkussion und ein Harmonium, das sie in Indien gekauft hat. Das Laouto-Spiel wiederum kommt von Stathis, der mit Groove Sampler ergänzt. Eine bewusst minimale Instrumentierung, die live genauso funktioniert.

Kristi Stassinopoulou & Stathis Kalyviotis
Greekadelia
Riverboat Records, Vertrieb: Lotus

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