Kodex zum Umgang mit Bildern und Botschaften

CONCORD, der Verband europäischer NGOs aus dem Bereich der internationalen Entwicklung und der humanitären Hilfe, hat einen „Code of Conduct“ entwickelt, der den richtigen Umgang mit Bildern und Botschaften regeln soll.

Der Dachverband österreichischer NGOs, die AG Globale Verantwortung, empfiehlt auf Basis dieses „Code of Conduct“, sich folgende Fragen zu stellen, bevor eine Entscheidung zur Verwendung eines Fotos oder einer Botschaft fällt:

  • Wird die Würde anderer Personen beim Gebrauch des geplanten Fotos oder der geplanten Botschaft gewahrt?
  • Würden die betreffenden Personen dieses Foto oder diese Botschaft als eine faire und wahrheitsgemäße Darstellung empfinden?
  • Haben alle betreffenden Personen dieser Verwendung ihres Fotos oder ihrer Geschichte zugestimmt?
  • Würde die Verwendung dieses Fotos oder dieser Botschaft jemanden beleidigen oder verletzen?
  • Könnte dieses Foto oder diese Botschaft dazu beitragen, Menschen, Orte oder Situationen kulturell oder ethnisch zu stereotypisieren?
  • Möchte ich, dass mein Kind so dargestellt wird oder ich selbst so dargestellt werde?

Beim Fotografieren von Kindern und Jugendlichen muss besondere Rücksicht genommen werden. Hier gelten unter anderem folgende Empfehlungen:

  • Das Einverständnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten sollte eingeholt und außerdem sollten die Kinder selbst gefragt werden. Wenn von einer Seite ein Nein geäußert wird (also Eltern oder Kinder), darf kein Foto gemacht werden.
  • Es darf keine Verwundbarkeit erzeugt werden, wo keine besteht. Die Fotoeinstellung sollte auf Augenhöhe des Kindes sein, keinesfalls von oben herab.
  • Keine Fotos aus der Ferne per Teleobjektiv, das Kind soll wissen, dass es fotografiert wird. red

www.globaleverantwortung.at/images/doku/coc_leitfaden_endversion.pdf

 

„Handtasche 32 Euro. Essen für eine Woche 4 Euro.“ Cool, respektvoll und trotzdem wirksam ist die Kampagne „People in Need“ der niederländischen NGO Cordaid. Obwohl schon 2007 entstanden, wurden die Bilder vor einigen Wochen wieder unzählige Male in den Social Media geteilt. Die Fotos wurden während einer Dürre im Norden Kenias gemacht.

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