Kurz und gut

Von Werner Leiss

Mit der Veröffentlichung neuer Alben gehen die zwei Oberösterreicher Markus Binder und HP Binder eher sparsam um. „Spot“ ist 25 Jahre nach ihrem allerersten Konzert im April 1990 ihr achtes Studioalbum. Diesmal haben sie das Augenmerk auf die kurze Form gelegt und wieder mehr elektronische Elemente eingesetzt. Zwölf Stücke mit einer Länge von etwas mehr als zwei Minuten wechseln sich mit elf Jingles um die sechzig Sekunden ab, was die Sache zusätzlich kurzweilig gestaltet. Die Jingles unterscheiden sich stilistisch mitunter vom Rest und spielen auch schon einmal mit Swing und Wienerlied.

Diesmal sind keine Gäste mit im Studio gewesen. Ganz unterschiedliche Musiker wie das Boban Markovi Orkestar, Fred Frith und Harri Stojka wirkten in der Vergangenheit mit. Trotz aller Experimente erfinden sich Attwenger keineswegs immer wieder neu. Mit dem Einsatz von Schlagzeug und Ziehharmonika ist der Sound auch 25 Jahre nach ihrem allerersten Konzert im April 1990 unverwechselbar. Sie spielen seit jeher einen revolutionären Mix aus Volksmusik und afroamerikanischen Musiktraditionen.

Attwenger

Spot

Trikont, Vertrieb: Lotus

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