Mit Theater und Puppenspiel

In Mathare, dem riesigen Slum von Kenias Hauptstadt Nairobi, wird im „Lavendel-Haus“ Opfern sexualisierter Gewalt Hilfe geboten. Wie rund um dieses Tabuthema Aufklärung betrieben wird, hat sich Anja Bengelstorff angeschaut.

Es ist zwei Jahre her, dass Denise Nyiraneza an einer Bushaltestelle in der kenianischen Hauptstadt Nairobi in ein Auto gezerrt, an einen unbekannten Ort gebracht und eine ganze Nacht lang von vier Männern vergewaltigt worden war. Damals wusste die heute 25-Jährige, ein Flüchtling aus der Demokratischen Republik Kongo, noch nicht, dass das Ende dieser Nacht längst nicht das Ende ihrer Qualen sein würde.Drei weitere Male, zuletzt vor zwei Wochen, wiederholte sich der Alptraum. Der Anführer, ein früherer Nachbar im Kongo, mit dem Denises Vater eine Meinungsverschiedenheit über Kühe gehabt hatte und der nun offenbar auf Rache aus ist, sagte ihr: „Dein...

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