Heft 200001
Ein außergewöhnliches Königshaus | |
|
Jordanien Verständlicherweise brachte man dem neuen Staats- und Regierungschef des Landes, Alfonso Portillo, keine Vorschusslorbeeren entgegen, als er am 16. Jänner sein Amt antrat. Der als machtgeiler Opportunist verschrieene 48-jährige Rechtsanwalt war im Windschatten des ehemaligen Militärdiktators Efraín Ríos Montt - nunmehr Parteichef der ultrarechten FRG und Parlamentspräsident - an die Macht gekommenZur Überraschung aller Beobachter hat Portillo die gesamte Armeespitze entlassen ...
| |
Rigoberta Menchú angeklagt | |
|
Guatemala Vor genau 19 Jahren, am 31. Jänner 1981, wurden 39 Besetzer der spanischen Botschaft in Guatemala-Stadt bei lebendigem Leib verbrannt, darunter auch der Vater von Rigoberta Menchú. Der Anschlag wurde nie aufgeklärt; nach allgemeinem Dafürhalten waren Militär- und Geheimdienstkreise die Brandstifter. Vor einem spanischen Berufungsgericht läuft in dieser Angelegenheit ein Verfahren, zu dem auch Menchú als Zeugin geladen wurde. Anfang Dezember ...
| |
Mandela vermittelt | |
|
Burundi Der erste Präsident des freien Südafrika hatte Mitte Jänner in der nordtansanischen Stadt Arusha seinen ersten Auftritt als Vermittler im Bürgerkrieg, der seit 1993 etwa 200.000 Todesopfer forderte. Dabei kritisierte er in scharfen Worten die anwesenden Vertreter der Konfliktparteien wegen ihrer fehlenden Kompromiss- und Friedensbereitschaft. Südafrikas ehemaliger Staatschef beklagte auch die anhaltende Abwesenheit der bewaffneten Akteure vom Verhandlungsprozess. Nelson Mandela möchte ...
| |
Neue Richtlinien für Multis | |
|
OECD Einen erweiterten und verschärften Verhaltenskodex für Multis haben die 29 Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie Argentinien, Brasilien und Chile entworfen. Die (allerdings nicht rechtsverbindlichen) "Richtlinien für multinationale Unternehmen" enthalten Standards etwa in Sachen Umwelt, Arbeitsbeziehungen, Wettbewerbspolitik und Unternehmensführung. Kritik und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht und können bis 15. Februar per E-Mail eingebracht werden. Der kommentierte Text ...
| |