Heft 200103
Gewaltiger Energieschub | |
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Porto Alegre - der fröhliche Hafen - im südlichen Brasilien wurde in der letzten Jännerwoche zur Welthauptstadt der Visionen. Hier trafen einander Tausende VertreterInnen sozialer Bewegungen und Nicht-Regierungsorganisationen aus der ganzen Welt, um Alternativen einer menschenwürdigen Zukunft zu entwerfen. Für SÜDWIND berichtet aus Porto Alegre Leo Gabriel War der Gipfel von Porto Alegre der Durchbruch der "internationalen Zivilgesellschaft" zur alternativen Vision? Manche Beobachter bezweifelten ...
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Das neue Mekka | |
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Werner Hörtner Während sich im idyllischen Schweizer Bergdorf Davos die Spitzen aus Wirtschaft und Politik zum "Weltwirtschaftsforum" einfanden, diskutierten beim "Weltsozialforum" im subtropischen Porto Alegre Tausende AktivistInnen der "Globalisierung von unten" gesellschaftliche Zukunftsentwürfe.Das Treffen entstand auf Initiative von acht brasilianischen Organisationen und Netzwerken wie der Einheitsgewerkschaft CUT, der Landlosenbewegung und der katholischen Justitia et Pax.Der Vizegouverneur des Bundesstaates Rio Grande do Sul und einer ...
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Rede und Reue | |
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Nach eineinhalb Jahren Inaktivität hat in Nigeria die Kommission zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen nun mit öffentlichen Anhörungen begonnen. Hakeem Jimo Der Galgen steht noch immer da. Auch der Strick mit der Schlinge schaukelt, wenn sich doch einmal ein leichter Luftzug in die stickigen Gefängnisbauten von Port Harcourt verirrt. Aber seit dem Schicksalstag im November vor fünf Jahren wurde hier kein zum Tode Verurteilter mehr ...
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Kabila-Junior an der Macht | |
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In der Demokratischen Republik Kongo scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Eine Analyse von Walter Schicho Die Ermordung von Laurent Kabila am 16. Jänner, deren Hintergründe und Auftraggeber niemand genau kennen wollte und will, brachte Bewegung in die verfahrene Politik in Zentralafrika. JournalistInnen, ExpertInnen, die kongolesische Opposition und die "Global Players" der schmutzigen Politik im Süden unserer Welt waren sich darin einig: Mit dem ...
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Tribut an Dämme | |
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Der Bericht der Weltkommission für Staudämme kommt zum eindeutigen Schluss: So wie bisher kann es nicht mehr weiter gehen. Brigitte Voykowitsch AktivistInnen, die seit Jahren auf die verheerenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Folgen vieler Staudamm-Bauten hinweisen, gibt es in großer Zahl. Doch viele Regierungen wollten ihnen kein Gehör schenken und taten ihre Warnungen als grobe Verzerrungen ab. Eine derartige Haltung wie auch das scheinheilige ...
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Land der Frauen | |
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In der südwestchinesischen Provinz Yünnan wird noch eines der letzten Matriarchate gelebt. Drei Frauenportraits veranschaulichen den Wandel innerhalb der Generationen. Text von Martina M.Hubner, Fotos von Hilda Lobinge Nü Kuo, das Reich der Frauen" - so werden in alten chinesischen Chroniken die westlichen Provinzen Chinas bezeichnet. Bis zum heutigen Tag leben dort die Mosuo, ein tibetisch-birmesischer Volksstamm, in einer matriarchalen Gesellschaftsform.Sie leben neben anderen chinesischen Minderheiten in den abgeschiedenen Bergregionen ...
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Working for the Yankee Dollar | |
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Die Übernahme des US-Dollar als offizielle Landeswährung durch Ecuador und El Salvador hat die Debatte über die Währungspolitik in Lateinamerika neu entfacht. Ist ?Dollarisieren? eine schlechte Idee? Nicht unbedingt, meinen manche Experten. Robert Poth Richtig beliebt ist der US-Dollar in Lateinamerika nicht. Für lange Zeit war Panama das einzige Land der Region, das den US-Dollar als offizielle Währung verwendete - seit 1904. Erst 1991 ...
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Seifenoper in Manila | |
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Seit Joseph Estradas unrühmlichem Abgang von der philippinischen Präsidentenbühne kommt das Land nicht zur Ruhe. Günter Spreitzhofer Erap, Erap", riefen sie und wanderten wieder durch die Straßen von Manila. Erap ist der Spitzname des gestürzten Präsidenten, der 1998 angetreten war, um die Armut zu beseitigen. Erap heißt mit vollem Namen Joseph Estrada, einst Bürgermeister von Manila, dann Filmschauspieler in zweitklassigen Schnulzen, in denen er ...
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