Heft 200504
DIE MACHT DER ANGST | |
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Weltweit werden demokratische Rechte angegriffen. Werden wir alle in Zukunft wie unter einem Besatzungsregime leben? Durchaus möglich, meint NI-Redakteur Richard Swift. Die Armee ist eine schlechte Schule der Demokratie“. Dieser Satz stammt aus dem Mund des früheren kanadischen Premierministers Pierre Elliot Trudeau. Als Studenten plakatierten wir damit die ganze Montrealer Innenstadt zu, als Trudeau in Reaktion auf eine Reihe terroristischer Entführungen Soldaten ...
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Die Sicherheit, die sie meinen... | |
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Irmgard Kirchner Ich finde es gut, wenn man beobachtet wird“, sprach der Mann im Radio, ein Besucher der Shopping City Süd im niederösterreichischen Vösendorf. Die Einkaufsstadt ist flächendeckend per Video überwacht. Seit Jahresbeginn dürfen dank neuem Sicherheitspolizeigesetz in Österreich Bilder aus Überwachungskameras 48 Stunden lang gespeichert werden. Dies diene der Sicherheit an so genannten neuralgischen kriminellen Brennpunkten. Sicherheit ist immer ein gutes Argument. Meist ...
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Putins Terrorkarte | |
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Russlands starker Mann setzte bei seinem Aufstieg auf den Kampf gegen den Terror und den tschetschenischen Nationalismus - auf Kosten demokratischer Freiheiten. Ein Bericht von NI-Autor Fred Weir. Fred Weir Russland schlittert zurück in einen Regierungsstil, der an die Sowjetzeit erinnert - ein Déja-vu für alle, die mit dem Kalten Krieg aufgewachsen sind: Ein neuer starker Mann im Kreml, Präsident Wladimir Putin, verstärkt seine ...
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Unteilbare Sicherheit | |
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Für manche bedeutet Sicherheit ein beruhigendes Aktienportfolio und ein Leben in einer Siedlung hinter bewachten Toren; für andere sauberes Trinkwasser und genug zu essen. Beides ist untrennbar miteinander verbunden, meint NI-Autor Jeremy Seabrook. Jeremy Seabrook Wer glaubt, eine Verschärfung von Überwachungsmaßnahmen im Inland und Vernichtungsfeldzüge im Ausland würden die Sicherheit erhöhen, unterliegt einer grausamen Täuschung. Ein derart enger Begriff von „Sicherheit“ wird wahrscheinlich die ...
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Gefahr am Rande der Gesellschaft | |
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In Lateinamerika terrorisieren selbsternannte Agenten der sozialen Säuberung Randgruppen der Gesellschaft, berichtet NI-Autorin Anastasia Moloney. Anastasia Moloney Ein barfüßiges Straßenkind mit verfilzten Haaren kauert in einem Hauseingang und schnüffelt Klebstoff. Ein Stück weiter lungert eine junge Prostituierte an einer Ecke herum. Ein Obdachloser schlurft vorbei und macht kurz Halt, um im Müll herumzustöbern. Eine Gruppe von Feuerschluckern absolviert einen Kurzauftritt vor wartenden Autos. Straßenverkäufer ...
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