Heft 200507
Der erste Präsident | |
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Irak / Kurden In Anwesenheit zahlreicher irakischer Parlaments- und Regierungsvertreter sowie internationaler Abgesandter wurde Mitte Juni Masud Barzani, Vorsitzender der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP), zum Präsidenten der Kurdenregion vereidigt. Er ist damit das erste – einstimmig vom Regionalparlament gewählte – Oberhaupt der seit 14 Jahren relativ autonomen Kurdenprovinz im Norden des Irak – und Kurdistan ist dem Ziel eines eigenen Staates einen ...
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Opposition im Aufwind | |
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Ägypten Die Oppositionsbewegung gegen Langzeitpräsident Hosni Mubarak erhält Auftrieb. Am Tag des umstrittenen Referendums zur Verfassungsänderung machten regierungsnahe Schlägertrupps in Kairo Jagd auf friedliche DemonstrantInnen. Vor den Augen untätiger Polizisten schlugen sie dabei gezielt Frauen zusammen und rissen ihnen Blusen und Jacken auf. Seither ist Mittwoch in Kairo Protesttag. „Was am 25. Mai passiert ist, hat mich nicht eingeschüchtert. Es ermutigt mich, ...
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Versuchter Rufmord | |
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Chile / Allende Irgendein mehr oder weniger rätselhafter Mechanismus bringt (ehemalige) Linke immer wieder dazu, Idole der Bewegung öffentlich anzugreifen, vom Podest zu stürzen.Nunmehr hat ein chilenischer Historiker, Victor Farías, den 1973 von einer rechtsextremen Militärjunta gestürzten Präsidenten Salvador Allende als Antisemiten und Nazi-Sympathisanten „demaskiert“. Arías, der am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin arbeitet, publizierte im März in Chile das Buch „Salvador ...
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Regierungskrise | |
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Sri Lanka / Tsunami Im südasiatischen Inselstaat, wo das Seebeben vom vergangenen Dezember 31.000 Menschenleben kostete und eine halbe Million Menschen obdachlos machte, hat die Fluthilfe nun die Regierung in eine schwere Krise gestürzt. Die internationale Gebergemeinschaft hat zwei Milliarden Dollar Hilfe zugesagt, dringt jedoch darauf, dass das Geld allen Flutopfern zugute kommt.Nach einem Regierungsplan sollten nun lokale Komitees eingerichtet werden, die ...
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Vorläufige Beruhigung | |
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Bolivien Der Rücktritt von Präsident Mesa und die Annahme des Rücktritts durch das Parlament am 9. Juni haben die chaotische Lage im Land wieder einigermaßen entspannt. Mesas Amtsverzicht waren anhaltenden Unruhen, Straßenblockaden und Massenprotesten der Bevölkerung vorangegangen; der Präsident hatte sich bis zuletzt geweigert, den Streitkräften einen Einsatzbefehl zu geben.Der Interimspräsident Eduardo Rodríguez, Vorsitzender des Obersten Gerichtshofes, hat kein leichtes Amt geerbt. ...
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