Heft 200509
Friedensvertrag | |
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Indonesien / Aceh Fast 30 Jahre nach Beginn des Kampfes der „Bewegung für ein freies Aceh“ (GAM) wurde Mitte August in Helsinki zwischen Rebellen- und Regierungsvertretern ein Friedensabkommen unterzeichnet. Helsinki deshalb, da sich der frühere finnische Präsident Ahtisaari als Vermittler an den Verhandlungen beteiligt hatte. In der Vergangenheit waren schon mehrmals Abkommen geschlossen, bald jedoch wieder gebrochen worden. Diesmal stehen jedoch die ...
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Ja zu mehr Parteien | |
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Uganda Bei einem Referendum Ende Juli stimmten Ugandas WählerInnen mit 92,5 Prozent für die Wiedereinführung eines Mehrparteiensystems. Die Beteiligung lag bei 47 Prozent, in der Hauptstadt Kampala allerdings nur bei 16 Prozent. Präsident Yoweri Museveni warb im Vorfeld für die Teilnahme, obwohl er als Führer der regierenden „Nationalen Widerstandbewegung“ (NRM) seit 18 Jahren faktisch ein Einparteiensystem aufrechterhält. Die Opposition hatte zum Boykott ...
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Die Mühen der Ebene | |
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Kirgistan Der am 10. Juli mit 88% der Stimmen zum Staatschef gewählte ehemalige kirgisische Oppositionsführer Kurmanbek Bakijew übernahm Mitte August offiziell sein Amt. Damit wurde er zum Nachfolger des im März nach Aufständen geflüchteten Langzeit-Präsidenten Akajew.Bei der Antrittsfeier nannte Bakijew den Kampf gegen die Korruption und den wirtschaftlichen Aufschwung als Schwerpunkte seiner Regierungstätigkeit. Überraschenderweise war der einzige anwesende Staatschef der kasachische Präsident ...
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Zapatisten im Linksbündnis | |
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Mexiko Überraschung und Verwirrung hatte Ende Juni die Ausrufung der Alarmstufe Rot durch die EZLN-Führung hervorgerufen, die an eine Wiederaufnahme der Kriegshandlungen in Chiapas denken ließ.Knappe drei Wochen später trat Subcomandante Marcos nach längerem Schweigen wieder an die Öffentlichkeit. Der legendäre EZLN-Führer kündigte an, die zapatistische Bewegung wolle sich in Zukunft auf den Aufbau eines landesweiten Bündnisses der außerparlamentarischen Linken konzentrieren. Dieses ...
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Verpuffter Reform-Elan | |
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Ecuador Der Sturz des ungeliebten Präsidenten Lucio Gutiérrez am 20. April hatte in Ecuador große Hoffnungen auf einschneidende Veränderungen im politischen System geweckt. Von einer neuen Verfassung war die Rede und von einer Ausmistung korrupter Elemente.Die Hoffnung ist mittlerweile der Enttäuschung gewichen. Präsident Alfredo Palacios zeigt sich initiativelos und entscheidungsschwach, die Volksbewegung, die Gutiérrez aus dem Amt gejagt hatte, scheint wieder eingeschlafen ...
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