Heft 201009
Poesie mit der Kamera | |
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Seit einigen Jahren ist die Rede vom Boom des Dokumentarfilms. Richtiger wäre es wohl, von einem Boom der Öffentlichkeit des Dokumentarfilms zu sprechen. Als kulturelle Äußerung ist der künstlerische Dokumentarfilm dabei immer schon eines gewesen: radikale Mitteilung und poetisches Statement. Verena Teissl Als Patricio Guzmán 1973 die VorgÄnge auf den Straßen Santiagos rund um den Putsch in Chile filmte, konnte er nicht wissen, dass ...
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Filme(n) für alle | |
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Michaela Krimmer Im Jahr 1922 produzierte Robert Flaherty den ersten abendfüllenden Dokumentarfilm: „Nanuk, der Eskimo“. Im Juni 2004 schrieb Michael Moores Film „Fahrenheit 9/11“ Filmgeschichte: Niemals zuvor hatte es ein Dokumentarfilm an die Spitze der US-Kinocharts geschafft.
Ohne jeden Zweifel haben die – im Vergleich zu Filmkameras – günstigen Digitalkameras eine Revolution im (Dokumentar)film ausgelöst. Weltweit gibt es immer mehr Dokumentarfilmfestivals, oft mit Schwerpunkten auf ...
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Männerwelt Film | |
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Der Abspann eines Films macht meist eines deutlich: Frauen sind weiterhin selten in den wichtigen Positionen der (Dokumentar)Filmproduktionen zu finden. Daniela Ingruber Als Kathryn Bigelow im März dieses Jahres den Oscar gewann, konnten viele nicht glauben, dass dieser Preis zum ersten Mal an eine Frau ging. Sofort begannen Diskussionen darüber, ob es zu wenige Frauen im Film gibt.
Dabei wurde die Frage längst wissenschaftlich ...
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Die Empörung ist mein Motor | |
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Der mexikanische Dokumentarfilmer Eugenio Polgovsky filmt die Vergessenen und Entrechteten seines Landes. Über die Kamera als Bestie, die Logik der Filmwirtschaft und Machtstrukturen seines Landes philosophierte er mit Südwind-Redakteurin Michaela Krimmer. Südwind Magazin: Was thematisieren Sie in Ihren Dokumentarfilmen?
Eugenio Polgovsky: Ich porträtiere Formen des Überlebens von Menschen, die ihre Traditionen trotz Kolonisierung und der Zerstörung ihrer Wurzeln bewahrt haben. Mich interessieren die ...
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Filmen für Veränderung | |
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Filmen ist nicht mehr den Profis vorbehalten. Weltweit greifen Menschen zur Kamera, um sich und ihre Umgebung zu filmen und setzen sich damit für Entwicklung, Demokratisierung und Menschenrechte ein. Martha Dietrich 15. Mai in Caracas, Venezuela. In den Slums von La Bombilla de Petáre bereiten sich die Bewohnerinnen und Bewohner auf einen wichtigen Tag vor. Zum 23. Mal feiern sie den beliebten Musiker ...
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