Heft 201102
Termin: 20.06.201318:00 Uhr, C3 - Centrum für Internationale Entwicklung
Gutes Leben weltweit! | |
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Eine Veranstaltung des Südwind-Magazins zum Thema. Das von indigenen Völkern in vielen Regionen ausgearbeitete und gelebte uralte Weltbild, in dem der soziale Fortschritt, die psychische Zufriedenheit, die spirituellen Werte und die Harmonie in der Beziehung zwischen Mensch und Natur im Mittelpunkt stehen, stellt das Schwerpunktthema in dieser Februarausgabe des Südwind-Magazins dar.
Am Podium sprachen:
Nicole Lieger: Politikwissenschaftlerin in Kombination mit Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, ...
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Sumaq Kawsay oder das Bruttonationalglück | |
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Das kleine Himalaya-Königreich Bhutan hat schon seit Jahren die Steigerung des geistigen und psychischen Wohlbefindens seiner Bürger und Bürgerinnen zum obersten Prinzip seiner Politik auserkoren. Die Andenstaaten Ecuador und Bolivien haben die alte indigene Tradition des Guten Lebens als Leitprinzip in ihre neue Verfassung aufgenommen. Auch in den Industriestaaten des Nordens erfährt diese neue alte Weltsicht immer mehr Zustimmung und Interesse. Werner Hörtner |
Was heißt hier gut leben? | |
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Werner Hörtner Ein Slogan, der wie ein Allgemeinplatz anmutet, erregt plötzlich weltweites Aufsehen. Vielleicht ist es gerade die Unverbindlichkeit dieser Formulierung, die ihr so große Attraktivität verleiht? Wenn man sich die verschiedenen Facetten dieses Begriffes ansieht, so wird man schnell sehen, dass der Unterschied bei den verschiedenen Interpretationen des Wörtchens „gut“ liegt. „Gut leben“ bedeutet für die Manager ein vielstelliges Bankkonto, auch wenn sie ...
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Literatur- und Web-Tipps | |
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Josef Estermann: Andine Philosophie: eine interkulturelle Studie zur autochthonen andinen Weisheit. IKO-Verlag, Frankfurt/M. 1999.
Martha Nussbaum: Gerechtigkeit oder das gute Leben. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1999.
Zu den Verfassungsprozessen in Lateinamerika („nuevo constitucionalismo“) siehe die Nr.4/2009 der in Wien erscheinenden Zeitschrift „Juridikum“.
Infos zur Gemeingüterdebatte: www.commonsblog.de
Silke Helfrich (Hg.): Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter. Oekom Verlag, München 2009, 288 Seiten.
Bericht der Stiglitz-Kommission:
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Die Frauen und das Gute Leben | |
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Die feministische Vision und Erfahrung sind eine Stärke bei der Umsetzung des Konzepts vom Guten Leben und werden umgekehrt von dieser indigenen Weltsicht im Denken und im Handeln bereichert. Magdalena León T. Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts erlebte einen großen Fortschritt in der Formulierung von Alternativen für eine bessere Welt, für eine Lösung der globalen Krisen. In einer historischen Synthese blühten alte Lebensweisheiten in ...
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Die Wirklichkeit selbst erschaffen | |
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88 Prozent der Deutschen und 90 Prozent der ÖsterreicherInnen wünschen sich eine neue Wirtschaftsordnung. Die Gemeinwohl-Ökonomie ist eine Alternative zu kapitalistischer Markt- und zentraler Planwirtschaft. Sie baut auf menschlichen Stärken und mehrheitsfähigen Werten auf. Christian Felber Die gute Nachricht: Was ein „Gutes Leben“ ausmacht, ist nicht völlig unterschiedlich von Breitengrad zu Breitengrad, sondern mehr oder weniger universal: Weltweit haben Menschen ähnliche Grundbedürfnisse, aus denen ...
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Weniger ist mehr | |
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Das Gute Leben für alle und die Wohlstandsgesellschaft: Die Schwerpunktsetzung auf die Quantität macht Menschen und den Planeten krank. Franz Helm Die Nachkriegsgeneration lebte dafür, dass es „unsere Kinder einmal besser haben“. Unter den Rahmenbedingungen des Kapitalismus bot sich als Weg zu diesem „besseren Leben“ die stetige Steigerung der Produktion an, was vermehrte Einkünfte, ein nie da gewesenes Angebot an Konsumgütern, eine rasante technologische ...
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Die Gleichheit und das Gute Leben | |
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Die britischen Wissenschaftler Kate Pickett und Richard Wilkinson kamen bei ihren Forschungen zu ganz ähnlichen Ergebnissen, wie sie die indigenen Andenvölker schon vor Jahrhunderten lebten. Werner Hörtner Als Ergebnis langjähriger Forschungen – zuerst im Gesundheitsbereich, dann im sozialen Kontext – kam das britische Autorenpaar zu folgendem Befund: Wenn wir anerkennen, dass ein noch höherer Lebensstandard uns kaum noch etwas nützen kann, dann müssten wir ...
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