Heft 201104
Termin: 19.06.201319:00 Uhr, Österreichisches Lateinamerika-Institut
Grenzkonflikte | |
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Nicaragua/Costa Rica Dass aus Lappalien und nationalistischer Instrumentalisierung ernsthafte Grenzkonflikte entstehen können, hat die Geschichte immer wieder gezeigt. Letztes Beispiel Zentralamerika. Am 18. Oktober begann Nicaragua mit dem Ausbaggern des San Juan-Flusses an der Grenze zu Costa Rica, laut offiziellen Angaben, um ihn für den Tourismus besser schiffbar zu machen. Das kleine Nachbarland fühlte seine Souveränität verletzt. Schnell schaukelten sich auf beiden ...
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Auf der Bremsspur | |
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China Zum Ende der Plenartagung des Nationalen Volkskongresses Mitte März verabschiedeten die etwa 3.000 Delegierten den neuen Fünfjahresplan. Demnach soll in Zukunft bei der Wirtschaftsentwicklung die Qualität und nicht mehr die Quantität im Mittelpunkt stehen. Die Wirtschaft soll in diesen fünf Jahren nur mehr um 7% jährlich wachsen – im vergangenen Jahr war das Wachstum noch bei 10,3% gelegen.
Premierminister Wen Jiabao kommentierte ...
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Ungleiches Maß | |
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Kuba/USA Wie wir in der Dezember-Ausgabe des Südwind-Magazins berichteten, sitzen fünf Kubaner – „The Cuban Five“ – seit zwölf Jahren in den USA in Hochsicherheitsgefängnissen, weil sie dort zur Verhinderung terroristischer Aktion gegen ihr Land tätig waren. Sie wurden zu insgesamt ungefähr 200 Jahren Haft verurteilt.
Im März hat in Havanna ein Prozess gegen den US-Bürger Alan Gross begonnen. Er war am 3. ...
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Vorbildliche Wahlen | |
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Niger Als „Sieg der Menschen in Niger“ bezeichnete der Chef der EU-Wahlbeobachtungskommission Santiago Fisas die Präsidentschaftswahlen in dem Wüstenstaat. Sie seien „ein Vorbild für ganz Afrika“, meinte der General Salou Djibo. Er hatte die Übergangsjunta geleitet, nachdem das Militär vor einem Jahr den amtierenden Präsidenten Mamadou Tandja in einem Putsch entmachtet hatte. Dieser wollte nach zehnjähriger Regentschaft seine Amtszeit verlängern.
Das Militär organisierte ...
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Arabisches Virus? | |
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Aserbeidschan In der muslimisch geprägten zentralasiatischen Republik haben Proteste kein langes Leben. Kritische Stimmen, die sich an die Öffentlichkeit wenden, landen schnell im Gefängnis. Präsident Ilham Alijew, der das Amt 2003 von seinem Vater Haidar übernahm, der mehr als ein Jahrzehnt lang regiert hatte, führte den Staat weiter in Richtung korruptes Willkürregime. Nach den Parlamentswahlen vom vergangenen Herbst sitzt kein einziger Oppositionspolitiker ...
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