Heft 201207
Späte Wahrheit | |
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Brasilien In fast allen Ländern des südlichen Lateinamerika, die in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts unter Militärdiktaturen litten, wurden später Wahrheitskommissionen oder ähnliche Gremien eingerichtet, um die Verbrechen der Militärregime entweder nur aufzuarbeiten und zu dokumentieren oder auch strafrechtlich zu ahnden. Mitte Mai wurden nun in Brasilien sieben Mitglieder einer Wahrheitskommission von Präsidentin Dilma Rousseff vereidigt. Sie haben zwei Jahre Zeit, ...
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Ranking | |
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Frauenrechte Anlässlich des G20-Gipfels im Juni in Mexiko erstellte die Thomson Reuters Foundation mit Hilfe von 370 Gender-ExpertInnen ein Ranking zur Lage der Frauenrechte in den 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern. An der Spitze liegt Kanada, gefolgt von Deutschland und anderen europäischen Ländern. Staaten wie Brasilien und Argentinien befinden sich im Mittelfeld. Das Gastgeberland Mexiko landet mit hohen Raten an körperlicher und ...
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Neue Chefanklägerin | |
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Internationaler Strafgerichtshof Im Juni löste die Juristin Fatou Bensouda aus Gambia den Argentinier Luis Moreno-Ocampo als Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) ab. Ihre Amtsperiode wird neun Jahre dauern; die vergangenen neun Jahre war sie bereits Stellvertreterin von Moreno-Ocampo.
Schon seit einiger Zeit kämpft der IStGH mit Kritik: Zu lange Verfahren und zu hohe Kosten lauten einige der Vorwürfe. Immer wieder wird auch bemängelt, ...
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Führungswechsel | |
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ILO Die ILO, die Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf, ist ein lahmes Vehikel, was die Vertretung der Interessen der ArbeitnehmerInnen betrifft. Im Verwaltungsrat, dem höchsten Gremium der Organisation, sitzen zur Hälfte VertreterInnen von Regierungen und zu je einem Viertel von Arbeitergeber- und Arbeitnehmerorganisationen. Obendrein hat sie kein Sanktionsrecht bei Fällen von schweren Verletzungen der Arbeitsrechte durch Regierungen.
Ende Mai ...
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Wieder der Alte? | |
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Hugo Chávez Nach einem längeren Aufenthalt in Kuba zur Behandlung seiner Krebserkrankung kehrte Venezuelas Präsident Hugo Chávez am 11. Juni wieder in seine Heimat zurück. Bei einer Versammlung von Zigtausenden AnhängerInnen kündigte er seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen im kommenden Oktober an. In einer drei Stunden dauernden Ansprache gab sich Chávez ganz der Alte: von Thema zu Thema springend, Simón Bolívar zitierend, ...
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