Südwind-Magazin Abogeschenke

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Die Toten im trüben Wasser des Mapocho

Nona Fernández

Ubersetzt von Anna Gentz.

Mapocho ist der Name des Flusses, an dessen Ufern Santiago de Chile erbaut wurde. In Nona Fernández’ Roman wird er nicht nur von den Abwasserkanälen der Stadt, sondern auch vom Dunkel der Vergangenheit gespeist. Leichen, Mythen und persönliche Schicksale treiben darin. Der Roman verwebt Geschichten von unter General Ibáñez verschleppten Transvestiten, von einem inzestuösen Geschwisterpaar, versklavten Gefangenen, einem selbstmordgefährdeten Historiker und einem auf der Suche nach seinem Kopf umherstreifenden, enthaupteten Häuptling der Mapocho-Indianer zu einem bunten Mosaik, das einem Gemälde gleicht – mal grotesk und provokativ, mal sanft und fast zärtlich.

Nona Fernández packt, beim Umblättern der ersten Seite, den Leser an der Hand, zieht ihn tief in ihre Geschichte und lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los.

Septime Verlag: Juni 2012, Seiten 256.

Stallungen

Rodrigo Rey Rosa

Übersetzt von Elisabeth López-Semeleder

Zu Ehren des Großgrundbesitzers und Pferdezüchters Don Guido Carrión wird ein Geburtstagsfest mit einer Vorführung der prachtvollsten andalusischen Vollblutpferde seines Gestüts gefeiert. Mehr als dreihundert geladene Gäste, die wichtigsten Leute Guatemalas, finden sich auf der Finca Palo Verde des Gastgebers ein. Das Fest wird plötzlich durch einen Brand unterbrochen. Unter den Überresten der abgebrannten Stallungen wird der verkohlte Körper von Duro II, einem Zuchthengst im Wert von hunderttausend Dollar und eines der Lieblingstiere von Don Guido, aufgefunden.
'Sie sollten darüber schreiben', fordert ein Unbekannter den Erzähler auf, und in der Tat, nach dieser makabren Entdeckung ist es nicht unvorstellbar, eine Geschichte zu ersinnen, doch der Erzähler versteht auch, dass sie nicht einfach zu erzählen sein wird. Wer kennt nicht den Preis, der in diesen Breiten für diese Art von literarischen Abenteuern zu zahlen ist?
Nach und nach kommen Einzelheiten aus den dunklen Kapiteln der Vergangenheit zutage, die die Familie des Gastgebers überschatten. Gekonnt führt Rey Rosa die Leser auf die Spur einer Affäre, deren finstere Facetten das andere Gesicht einer Familie und eines Landes enthüllen.

Septime Verlag: Februar 2014, 120 Seiten.

Der Jahrmarkt

Juan José Arreola

Originaltitel: La Feria, Aus dem Mexikanischen von Georg Oswald

Nimmt man alle ausgestreuten 288 Geschichtensplitter, aus denen der Roman besteht als Einheit, so setzen sie sich zu einer schillernden Gesamtschau einer mexikanischen Kleinstadt mit ihrer historischen und sozialen Dimension, mit ihrer überbordenden Oralität, zusammen. Es sind Geschichten vom Erdbeben, das die Menschen in Angst und Schrecken versetzt, Liebesgeschichten, vom Pfarrer, den Prostituierten, von individuellen und kollektiven Erfahrungen, und um dies alles spannt sich die offizielle, geduldete oder sanktionierte Religiosität der Bewohner.

Juan José Arreola ist mit "Der Jahrmarkt" gelungen, ein ganz lokales Thema zu behandeln und es gleichzeitig über seine Form auf ein kosmopolitisches Niveau zu heben..

Septime Verlag: Deutsche Erstausgabe, August 2010, 256 Seiten.


 

Voices for Refugees - Für ein menschliches Europa

Erich Fenninger (Herausgeber)

"Wir erleben keine Flüchtlingskrise sondern eine Krise der Solidarität der europäischen Regierungen".
Erich Fenninger

Am 3. Oktober 2015 waren rund 200.000 Menschen in Wien auf der Straße, um am Heldenplatz ihre ›Voices for Refugees‹ zu erheben.Die Toten Hosen, Bilderbuch, Zucchero, Conchita, Konstantin Wecker und viele mehr traten bei dem von der Volkshilfe veranstalteten siebenstündigen Solidaritätskonzert auf. Mit Europas größter Manifestation der Menschlichkeit wurde Geschichte geschrieben. Das Buch zeigt mit vielen Fotos den eindringlichen Protest und die gemeinschaftliche Hilfe im Jahr 2015. Erich Fenninger, der Initiator des Solidaritätskonzerts, analysiert die neue Refugee-Bewegung. Mit den Ansprachen vom Heldenplatz zum Nachlesen sowie Beiträgen und Statements von Marcel Hirscher, Vea Kaiser, Robert Misik, Michael Niavarani, Erika Pluhar, Martin Pollack, Julya Rabinowich, Marlene Streeruwitz, Ashley Winter und vielen weiteren Prominenten.

Residenz Verlag: 1 (Dez. 2015), 160 Seiten

Anzeigenfläche für die Bank für Gemeinwohl

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