Übergang auf Eis

Wie der Tod des Oppositionsführers Etienne Tshisekedi und das Wiederauftauchen der Rebellengruppe M23 den entscheidenden Transitionsprozess in der Demokratischen Republik Kongo gefährden, berichtet Simone Schlindwein.

Weinend kniet Prince Mukendi im Staub, verneigt sich vor dem Foto seines Idols: Etienne Tshisekedi. Der Präsident der größten und einflussreichsten Oppositionspartei UDPS ist Anfang Februar im Alter von 84 Jahren in einem Krankenhaus in Belgien nach langer Krankheit gestorben. Knapp eine Woche vorher war er aus Kongos Hauptstadt Kinshasa zur Behandlung ausgeflogen worden.„Er war nicht nur unser Präsident, sondern unser Lehrer“, schluchzt der 28-jährige Mukendi, Vorsitzender der UDPS-Jugendliga. Tshisekedi habe eine ganze Generation tief geprägt.Der Präsident der größten Oppositionspartei gilt als Großvater der Demokratie im Kongo. Drei Mal war er in den 1990er Jahren Premierminister gewesen. Seine längste Amtszeit dauerte...

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