Warm und pulsierend

Von Werner Leiss

Aurelio Martinez ist ein Vertreter der Garifuna-Kultur, die durch die Verschmelzung westafrikanischer SklavInnen mit karibisch-indigener Bevölkerung entstanden ist. Auf dem Vorgänger-Album war das Zusammenspiel mit berühmten senegalesischen Musikern wie Youssou N’Dour und Mitgliedern des Orchestra Baobab zu hören. Es war der Versuch, die alten afrikanischen Wurzeln neu zu definieren und auch ein wenig herumzuexperimentieren. Obendrein wurde viel getourt und die Sehnsucht nach der Stätte seiner Kindheit war groß.

Auf seinem neuen Werk Lāndini, was auf Deutsch Landung bedeutet, besinnt er sich deshalb auf das Lieder-Repertoire seines Heimatdorfes Plaplaya, gelegen an der Karibikküste in Honduras. Hauptinspiration war seit jeher seine Mutter Maria, die eine eigene professionelle Geangskarriere leider nicht verwirklichen konnte. Von ihr lernte er die Grundlagen der Garifuna-Musik.

Der aus Belize stammende Produzent Ivan Duran arbeitet schon lange mit Garifuna-Musik und schafft trotz Einsatzes von E-Gitarren eine warme, gleichzeitig pulsierende Atmosphäre.

Aurelio
Lāndini
Real World

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