Wüstenstaub

Von Werner Leiss

Einst war sie Frontfrau der Band Amparanoia und eines der Aushängeschilder der sogenannten Mestizo-Musikszene. Die Band war einigermaßen berühmt und wurde oft in einem Atemzug mit Manu Chao genannt, mit dem auch zusammengearbeitet wurde. Mit „Espíritu del Sol“ erscheint nun das dritte Soloalbum von Amparo Sánchez.

Wie schon beim Vorgänger „Tucson-Habana“ wurde in Tucson, Arizona aufgenommen. Es ist kein Zufall, dass – ganz im Stile der nach dem kalifornischen Grenznest Calexico benannten Band – mit Wüstenstaub bedeckte Gitarren den Gesang von Amparo Sánchez unterlegen. Joey Burns hat nicht nur das Album produziert, auch andere Calexico-Musiker wirken hier mit. Das Album bietet jedoch um einiges mehr.

So geben eine Reihe lateinamerikanischer MusikerInnen wie das mexikanische Colectivo de Oaxaca Tapacamino dem Album zusätzlich eine besondere Note. Bolero, Rumba ist zu hören, neben Eigenkompositionen ein Cover von Mano Negras „Long Long Nite“ und auch das insbesondere durch Chavela Vargas bekannte Lied „El Último Trago“ von José Alfredo Jiménez.

Amparo Sánchez

Espíritu del Sol

World Village

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