Erinnerung an Idomeni

Bereits lange vor dem Coronavirus wurden Grenzschließungen gegen Geflüchtete als erfolgreiche Politik verkauft. Gegenwärtig versuchen die Menschen in hoffnungslos überfüllten Zeltlagern an den EU-Außengrenzen, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Die hygienischen Bedingungen waren schon vor der Pandemie untragbar.

Idomeni, das ist jener griechische Ort an der Grenze zu Mazedonien, in dem zwischen 2015 und 2016 bis zu 14.000 Menschen unter erbärmlichen Bedingungen campierten und festsaßen. Viele von ihnen waren dem Krieg in ihrer Heimat entkommen.

Im Mai 2016 räumten die griechischen Behörden das Zeltcamp vollständig. Ein Buch der Fotografin Alkisti Alevropoulou-Malli und der Autorin Nina Walch erinnert nun an diesen Ort. In berührenden Bildern und Texten dokumentieren sie einerseits den Versuch der Menschen, eine Normalität im Abnormalen aufrecht zu erhalten, und zeigen zudem den Kampf der Geflüchteten um Anerkennung.    chrit

Zelte in Kälte und Schlamm: Besonders katastrophal für Alte, Kranke, Menschen mit Behinderung, Schwangere und Kinder.© Alkisti Alevropoulou-Malli
In der Sackgasse: Schlechtes Wetter erschwerte die Bedingungen der Geflüchteten zusätzlich.© Alkisti Alevropoulou-Malli

Initiative Minderheiten Tirol (Hg.): Idomeni. Waiting for Home.

Fotos und Text: Alkisti Alevropoulou-Malli, Text: Nina Walch. Mandelbaum Verlag, Wien 2020, 91 Seiten, € 18

Hinweis: Einen Beitrag zur Flüchtlingskrise im Frühjahr 2020 und Österreichs Rolle dabei bringen wir unter Die Türen bleiben zu (Seite 38).

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