Hoffnung wird bedroht

Von Ludwig Kamm
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz hat die Nationale Befreiungsfront für den Mord an dem Apostolischen Nuntius verantwortlich gemacht.

Erst vor wenigen Tagen wurde der Apostolische Nuntius in Burundi, Msgr. Michael Courtney, ermordet, nun wird ein weiterer hochrangiger Kirchenvertreter in dem ostafrikanischen Land bedroht. Mitglieder der Hutu-Rebellenbewegung FNL (Nationale Befreiungsfront) haben den Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Burundi, Erzbischof Simon Ntamwana, aufgefordert, das Land zu verlassen, berichtet die Missionsnachrichtenagentur MISNA unter Berufung auf AFP.
Ntamwana hatte zu Jahresbeginn die FNL beschuldigt, für den Mord an Courtney verantwortlich zu sein. Der Apostolische Nuntius habe die Rebellen mehrfach aufgefordert, die Wege des Krieges zu verlassen, sagte Ntamwana: "Die Reaktionen von Seiten der Rebellen zeigen meines Erachtens, dass man keine Schuldigen außerhalb der FNL suchen muss." Kurz darauf wies ein Sprecher der Nationalen Befreiungsfront die Vorwürfe zurück. Die Rebellen geben dem Erzbischof 30 Tage Zeit, um das Land zu verlassen.

Ludwig Kamm
Tönisvorst
ludwig-kamm@t-online.de

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