Kämpferinnen für den Frieden

Bis zum Friedensschluss 2016 kämpfte Lateinamerikas größte Guerilla-Organisation, die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC), über 50 Jahre lang gegen das kolumbianische Militär und paramilitärische Gruppierungen. 7.000 Kämpferinnen – sie hatten 40 Prozent der Streitkräfte der FARC ausgemacht – kamen im Zuge des Friedensabkommens in Übergangslager, wo sie ihre Waffen an die Vereinten Nationen abgaben.

In einem solchen Lager lernten die Fotografin Ann-Christine Woehrl und die Journalistin Cornelia von Schelling sechs dieser Frauen kennen und dokumentierten zwei Jahre hindurch ihren Weg zurück ins zivile Leben. „Der Frieden trägt den Namen einer Frau“ betitelten sie die so entstandene Ausstellung und den Bildband.

Viviana, 40, lebt noch immer in der entmilitarisierten Übergangszone und lernt für ihre Schulabschlussprüfung.© Ann-Christine Woehrl

Milena, eine der Porträtierten, hatte sich wie viele andere der FARC angeschlossen, weil sie aus einer armen Familie kam, in der Mädchen kaum Chancen auf mehr als eine Mutterrolle hatten.

Camila ist heute mit einem Führungsmitglied der FARC-Partei verheiratet. Sie sagt: „Versöhnung ist alles.“© Ann-Christine Woehrl

Viele, die jahrelang Seite an Seite mit den Männern in der FARC gekämpft haben, setzen sich nun für den Frieden und Versöhnung sowie für Frauenrechte ein. cs

In der FARC wurden die Frauen zu Abtreibungen gezwungen. Heute haben viele von ihnen Kinder.© Ann-Christine Woehrl

Ann-Christine Woehrl und Cornelia von Schelling

Der Frieden trägt den Namen einer Frau

Edition Lammerhuber, Baden 2019, 172 Seiten, € 49,90

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