Muße für alle

Weiblicher Müßiggang? Oft bleibt Frauen in Indien und anderswo neben der Haus- und Sorgearbeit keine Zeit für eigene Pläne.

Warum Nichtstun ein radikaler Akt für Frauen ist, erklärt die indische Fotografin Surabhi Yadav so: „Zeit ist ein feministisches Thema. Freizeit ist ein feministisches Thema. Denn: Sich Zeit nehmen, das kann sich nicht jeder leisten. Insofern ist Freizeit ein Spiegelbild der sozialen und wirtschaftlichen Stellung in einer Gesellschaft.“

Zu einem ähnlichen Befund kommt eine Studie der OECD aus dem Jahr 2014, der zufolge Frauen in Indien durchschnittlich sechs Stunden unbezahlte Arbeit pro Tag verrichten, verglichen mit 36 Minuten bei Männern.

Um Freiräume für Frauen zu schaffen, gründete Yadav vor Kurzem das soziale Unternehmen Sajhe Sapne – ein Lernzentrum für junge Frauen und Transgender im ländlichen Indien.

chrit

sajhesapne.org

Fotos: Surabhi Yadav

Dazu kommen Frauen in Indien selten: Gemeinsam unter einem Baum sitzen und nichts tun. © Surabhi Yadav
Mehr Muße für Frauen! Kollektive Auszeit auf den Treppen der Festung Maheshwar im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh. © Surabhi Yadav
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