1325 wird zehn

Kein Friede ohne Frauen: Das ist der Grundsatz der UN-Resolution 1325. Dieses Jahr feiert sie ihr 10-jähriges Bestehen.

Von Michaela Krimmer
Nicht nur Männer die Zukunft bestimmen lassen: Die Frauen des Dorfes Lira Pa Lwo in Nord-Uganda beteiligen sich am Friedensprozess des Landes, hier bei einem CARE-Projekt.

Die UN-Resolution 1325 wurde am 31. Oktober 2000 einstimmig vom UN-Sicherheitsrat verabschiedet. Sie konzentriert sich auf die Rolle von Frauen in (Post)Konfliktgebieten. Es gibt vier Grundforderungen: Strafverfolgung von denjenigen, die Kriegsverbrechen an Frauen begehen; besonderer Schutz von Frauen und Mädchen während des Krieges; mehr Frauen bei Friedensmissionen einzusetzen und Frauen verstärkt in den Postkonflikt-Prozess einzubinden.

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) kritisieren, dass die Resolution 1325 ein Papiertiger geblieben ist. Organisationen wie die Women’s International League for Peace and Freedom sahen in den Friedensprozessen in Irak eine Chance, die Resolution anzuwenden. Irak hatte früher eine säkulare Regierung und verfügt über einen hohen Anteil an gebildeten Frauen. Doch die Chance, Frauen vermehrt in die Politik des Friedens einzubeziehen, wurde kaum genutzt. Von den meisten Nichtregierungsorganisationen, Friedens- und Frauenbewegungen weltweit wird die Resolution 1325 jedoch als wichtiges Werkzeug zur Bewusstseinsbildung gesehen.

Die österreichische Bundesregierung hat am 8. August 2007 einen österreichischen Aktionsplan zur Umsetzung der Resolution 1325 beschlossen, der Maßnahmen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene vorsieht. Am 19. Oktober findet um 19:30 im Radiokulturhaus ein Festakt zum 10-jährigen Bestehen der Resolution statt. Am 20. Oktober tagt eine Konferenz zu der Resolution in der Diplomatischen Akademie Wien. Veranstalter sind die Austrian Development Agency, CARE und VIDC.
 

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