Liebe Südwind-Redaktion!

Knapp vier Stunden sitzen wir bereits in dem schwülen Basketballstadion in Manila. Das dritte Spiel des Tages steht bevor, die Begeisterung der 25.000 Fans steigt. Sie drängen sich laut und aufgeregt in den Sitzreihen, zwischen denen sich WasserverkäuferInnen durchzwängen. Die Fans essen Hotdogs und Pizza und winken lachend in die Fernsehkameras. Für das Pausenprogramm sorgen die Maskottchen auf dem Spielfeld. Ein gelber Farbkübel tanzt und klatscht, während eine rote Plüschkuh versucht, Körbe zu werfen. Schließlich ertönt die Fanfare und die Stars der philippinischen Basketballliga ziehen aufs Spielfeld. Der Jubel der 25.000 Menschen hallt in den Ohren.

Kein anderer Sport ist auf den Philippinen so beliebt wie Basketball. Basketball kam ursprünglich durch die amerikanische Kolonialherrschaft (von 1898 bis 1946) auf die Philippinen. 1975 wurde der Sport zum großen Geschäft, als die „Philippine Basketball Association“ (PBA) gegründet wurde. Die zehn Teams der PBA repräsentieren keine Landesteile, sondern gehören großen philippinischen Unternehmen, wie ihre Namen verraten. Der größte Getränkehersteller, San Miguel Corporation, ist gleich mit drei Mannschaften vertreten, darunter „Barangay Ginebra San Miguel“ und die „San Mig Coffee Mixers“. Die „Meralco Bolts“ repräsentieren Manilas Stromversorger, die „Talk’n’Text Tropang Texters“ ein Mobilfunkunternehmen.

Nicht nur die professionelle Liga hat ihre Fans. Selbst das kleinste Dorf kommt nicht ohne Basketballplatz aus. Er ist der zentrale Treffpunkt für Kinder und Erwachsene. Basketball ist aus dem philippinischen Alltag nicht wegzudenken.
  Marina Wetzlmaier

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