Abwechslungsreiche Bücherkost

Von Redaktion ·

Frühsommerliche Empfehlungen: Erlebnis-Berichte, Geschichten und Märchen, die zum Staunen, Verstehen und Betrachten anregen.

Nashwan Albayati/Karl-Heinz Rathke (Hrsg.): Todesangst. Mein Weg nach Europa. (Innsalz, Aspach 2018, 86 Seiten, € 14,60)

Drei Wochen voller Qual und Ängste und Entsetzen – und doch schaffte es der Autor, seine Fluchterlebnisse fesselnd und ohne große Theatralik niederzuschreiben. Beim Lesen konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Nashwan Alabayati im Nachhinein über sich selbst staunte, was und wie er all die Gefahren hinter sich gebracht hat. Auf Licht ist er dann in Österreich gestoßen, nicht nur bei freiwilligen HelferInnen, sondern auch bei der Polizei, womit er ein Vorurteil die Polizei betreffend widerlegt – mit Flüchtlings-Klischees räumt er im Buch sowieso auf.   rl

Patrick Addai/Jokin Michelena (Ill.): Sprich endlich mit mir, Esel! (Adinkra, Leonding 2018, 51 Seiten, € 20)

Der Autor und Kulturreferent Patrick Addai kommt aus Ghana und lebt seit Langem in Österreich. In diesem Bilderbuch für Kinder und Erwachsene erzählt er vier fabelhafte Geschichten voll Witz, Humor und über die Schlauheit des Esels, dessen Ruf eigentlich ein vollkommen anderer ist. In der fünften Geschichte informiert der Autor darüber, wie der Esel zum Menschen kam, welchen Wert und warum er diesen hat. Er ist nicht nur Lastenträger, sondern kann auch über Schafherden wachen. Den Erlös aus dem Verkauf dieses Buches gibt Addai an ein Schutzprogramm des WWF weiter, da der afrikanische Hausesel vom langsamen Aussterben bedroht ist.   rl

Der König, der nicht lachen konnte. Märchen aus Georgien. (NordSüd Verlag, Zürich 2017, 160 Seiten, € 20, ab 10 Jahre)

Im Oktober wird Georgien das Gastland der Frankfurter Buchmesse sein. Einen Einblick in die Literatur und die Kunst des Landes im Kaukasus gibt diese Sammlung von 14 Märchen. Sie seien das, was die Geschichte übrig lasse, wenn Menschen schon lang nicht mehr sind, nachdem die Zerstörung über die Lebenswelt hinweggegangen sei, schreibt Stephan Wackwitz, ehemaliger Leiter des Goethe-Instituts in Georgien, im Nachwort poetisch. Illustriert wurden die Märchen von jungen georgischen IllustratorInnen. Der Ursprung der Geschichten reicht vom Mittelalter bis in die georgische Gegenwartsliteratur.

Zusammen ergibt das ein außergewöhnliches Werk zwischen Kunst und Tradition – wegen der teils doch sehr schauerlichen Erzählungen sei es besonders erwachsenen LeserInnen ans Herz gelegt.   cs


Diese Bücher und noch viele mehr sind erhältlich auf: www.suedwind-buchwelt.at

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