Albert Hosp empfiehlt: Marc Perrone: "Voyages"

Weltmusiktipp von Ö1 undSÜDWIND

Von Albert Hosp
Marc Perrone: Voyages
Le Chant Du Monde LDX 274 1134
(Österreichvertrieb: Extraplatte)

Das Zischen einer Dampflokomotive, gleich dazu ein Akkordeon, mit langgezogenen, wehmütigen Tönen. Langsam setzt sich die Lok im Hintergrund in Bewegung, ihr regelmäßiges Schnauben wird zur perkussiven Begleitung. Akkordeon und jetzt auch eine Klarinette lassen sich darauf gleichsam hinwegtragen, verreisen mit ihr. Marc Perrone, der Unermüdliche. Der Stummfilmbegleiter, der Meister des Pariser Musette-Walzers, der sympathische ironische Geschichtenerzähler. Der Mensch mit südländischem Temperament und französischem Charme. Eine Art fahrender Musiker, ein Vaudeville-Typ. Perrone, der in Paris mit seiner Lebenspartnerin Marie-Odile Chantran lebt, legt hier eine weitere kostbare Miniaturensammlung vor: Serenaden, Tarantellas, Valses, Lieder, von Paris bis Neapel.

Kammermusikalische Köstlichkeiten, die Perrone mit Bernard Lubat (Klavier & Schlagzeug), Jacques di Donato (Klarinette), André Minvielle (Gesang & Percussion, ein großer Virtuose, aus der Gascogne), und seiner Marie-Odile serviert. Musik - glückselig und melancholisch, eine Träne im lachenden Gesicht.

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