Anatolien anders

Von Werner Leiss

Alp Bora ist ein äußerst umtriebiger und vielseitiger Musiker. Das mag auch daran liegen, dass er in Istanbul geboren und in Ankara und Bagdad aufgewachsen ist. 1998 zog er wegen des Studiums nach Wien und fühlt sich seitdem ausgesprochen wohl hier. Im Laufe der letzten Jahre hat er schon etliche musikalische Projekte auf die Beine gestellt. Mit seiner Band Nim Sofyan konnte er bereits 2004 den österreichischen Weltmusik- und Publikumspreis gewinnen. Das ist Vergangenheit und aktuell widmet er sich voll dem Alp Bora Quartett, das dem ehemaligen Trio folgt. Er selbst spielt Gitarre und singt auf seine einschmeichelnd orientalisch-soulige Art. Julia Pichler bedient die Geige, Lukas Lauermann das Cello. Der neue Mann ist Söner Tezcan am Schlagwerk, der das Quartett komplettiert.

Das Raffinierte dabei ist freilich, dass sie ja nun nicht irgendwas klassisch Europäisches spielen, sondern ganz im Ernst Volkslieder aus Anatolien. Dafür gibt es eine ganze Reihe an traditionellen Instrumenten, die landläufig dafür in Frage kommen. Geige und Cello und auch die Gitarre gehören aber ganz sicher nicht dazu. Wer soll sich eine traditionelle Instrumentierung hier auch anhören, fragt sich Alp Bora. Also kommen sie von hinten herum und treffen damit voll ins Schwarze. 

Alp Bora
Bâb
Vertrieb: Lotus

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