André Scheer: Kampf um Venezuela

Hugo Chávez und die Bolivarianische Revolution

Von Anna Wieselthaler
Verlag Neue Impulse, Essen 2004, 169 Seiten, EUR 12,90

Seit den dramatischen Ereignissen wie dem gescheiterten 48-Stunden-Putsch der Opposition vom April 2002 oder dem Ende des im selben Jahr ausgerufenen Generalstreiks, der ebenfalls den Sturz der Regierung zum Ziel hatte, schenkt man auch in Europas Medien Venezuela etwas mehr Aufmerksamkeit. Zuletzt erregte das Land mit den größten Ölreserven Lateinamerikas im August dieses Jahres Aufsehen, als der demokratisch gewählte Präsident Hugo Chávez bei einem konfliktreichen Referendum letztendlich mit 58,25% der Stimmen in seinem Amt bestätigt wurde.
André Scheer, deutscher Journalist, ist auf Einladung mehrerer Abgeordneter der venezolanischen Nationalversammlung mit Unterstützung des Bolivarianischen Zirkels Deutschland nach Venezuela gereist und erzählt engagiert Gegengeschichte zur Darstellung der oppositionellen Medien des Landes und auch vieler internationaler Medien.
Angereichert mit berührenden Anekdoten, Auszügen aus Reden Chávez’ und kurzen historischen Exkursen zum besseren Verständnis des aktuellen Prozesses skizziert er das, was in Venezuela ehrgeizig als „Bolivarianische Revolution“ bezeichnet wird.
Auf der Grundlage einer der fortschrittlichsten Verfassungen des Kontinents und mit starkem Rückhalt in der Bevölkerung konnte die Chávez-Regierung, trotz andauender Versuche der Destabilisierung seitens der Opposition, umfassende Reformen im Gesundheits-, Bildungs- und Landwirtschaftsbereich sowie auf dem Gebiet der Indigenenrechte durchsetzen.
Der Autor berichtet auch über den ideologischen Hintergrund der Revolution, über Venezuelas neue Außen- und Wirtschaftspolitik und die antidemokratischen Aktionen der von den USA finanziell unterstützten Opposition.

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