Anti-Apartheid in Österreich

Wien 1984: Tausende demonstrierten gegen den Besuch des damaligen südafrikanischen Ministerpräsidenten Pieter Willem Botha.

Einige wenige waren es, die 1977 die Anti-Apartheid-Bewegung (AAB) in Österreich gründeten. Auslöser: Der Aufstand von Soweto (siehe auch Chronologie anbei). „Anti-Apartheid“ war damals in Österreich noch lange nicht hoffähig, geschweige denn selbstverständlich. Im Gegenteil: Die Handelsbeziehungen zum Apartheidregime hatten sich deutlich zu intensivieren begonnen.

Trotz einer zunächst schmalen Basis entwickelte die Bewegung beachtliche Aktivitäten, organisierte u.a. Theateraufführungen, Kundgebungen, Publikationen und Petitionen.

1980 startete die internationale AAB die erste Kampagne zur Freilassung Nelson Mandelas. Über Jahre hinweg konnte die Bewegung mehr und mehr Menschen für sich gewinnen und so Druck auf die Politik aufbauen. Die AAB mobilisierte durch Aktivitäten wie die jährlichen „Südafrika-Boykottwochen“, die u.a. gemeinsam mit dem Österreichischen Informationsdienst für Entwicklungspolitik (heute Südwind Agentur) organisiert wurden. Es bildeten sich „apartheidfreie Zonen“: Bildungshäuser, Spitalskantinen oder Universitätsmensen verzichteten auf südafrikanische Produkte. 1993 wurde die AAB aufgelöst. Nach 17-jährigem Bestehen hieß es: Mission erfüllt. W.S./sol

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