Armin Kloser

Von Redaktion ·

Was heißt für Sie Engagement?

Wir können alle aus unserem Leben etwas machen, haben die Chance, zu helfen, selbst wenn es nur im kleinen Rahmen ist – auch in Krisenzeiten wie jetzt mit dem Coronavirus.

Was bringt Sie auf die Palme?

Wenn ich merke, dass es an Solidarität fehlt im Umgang mit sozial Schwächeren, etwa ausgehend von Politikern. Wobei ich da aber bei mir selbst anfange und mich im Nachhinein ärgere, wenn ich merke, ich hätte etwas besser machen können in einer Situation. Kritik gehört dazu, und zu allererst Selbstkritik.

Wie kann man Solidarität „globalisieren“?

Wichtiges Ziel wäre es, in der globalisierten Wirtschaft Produktionsketten fairer zu gestalten, etwa im Textilbereich. „Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s allen gut“, das stimmt global gesehen ja nicht.

Armin Kloser, Jahrgang 1953, aus Hard am Bodensee in Vorarlberg wollte nach einer Zeit als EDV-Pionier in der Textilbranche „die Welt kennenlernen“. Für den OED (heute Horizont 3000) zog er 1976 für drei Jahre nach Tegucigalpa, Honduras, und arbeitete bei einem Caritas-Programm in der Verwaltung mit. Es folgte ein OED-Aufenthalt in Nicaragua nach der sandinistischen Revolution sowie Projekte in Italien und der Schweiz. Zurück in Österreich baute er 1987 beim Verein Sozialsprengel in Hard die örtliche Sozialarbeit mit auf.

Mittlerweile in Pension, ist er ehrenamtlich bei „Radeln ohne Alter“ im Einsatz. Die Initiative hilft MitbürgerInnen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, am sozialen Leben teilzunehmen, und bringt sie von A nach B.

Übrigens: Der langjährige Südwind-Abonnent setzte sich 2017 nach der Förderstreichung privat stark für das Südwind-Magazin ein.

Wo sind Sie am liebsten?

Ich bin sehr dankbar, dass ich in ganz unterschiedlichen Ecken der Welt leben durfte, von Mittelamerika bis nach Italien. Was mir an meinem Leben gefällt: Ich bin viel mit dem Fahrrad und der Bahn im Ländle unterwegs und lerne so ständig etwas Neues kennen. Das eröffnet oft einen ganz neuen Blick.

Welchen Beitrag für eine bessere Welt kann jede und jeder von uns heute noch leisten?

Auf andere schauen, kreativ bleiben. Die Coronakrise zeigt es: neue Formen des Kontakts helfen sehr, um mit älteren Menschen in Kontakt zu bleiben. Und: Überlegen, auf was es wirklich im Leben ankommt.

Was kann man von den KlimaaktivistInnen lernen?

Veränderungen fallen uns Menschen oft schwer, in diesem Sinne ist es imponierend, was die Fridays for Future-Bewegung schafft.

Welche Eigenschaft würden Sie gerne besitzen?

Mehr Musikalität, ein Instrument spielen und gut singen können.

Wer inspiriert Sie?

Meine Frau und meine Freunde. In einer schwierigen Phase nach einem medizinischen Notfall half mir zudem ein Psychoanalytiker sehr. Auch dabei, über mich und mein Leben zu reflektieren. Ich bin sehr dankbar, dass es so jemanden gibt.

Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht?

(lacht) Jetzt! (lacht wieder) Super Frage. Wir dürfen nie Humor vergessen, auch nicht in Krisenzeiten.

sol

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