Aufgelesen: Le Monde diplomatique

Monatszeitung für internationale Politik

Vom Titel her würde man nie vermuten, was sich hinter dieser „diplomatischen Welt“ verbirgt: das traditionelle französische Monatsmagazin hat sich zu so etwas wie dem Flaggschiff der internationalen Antiglobalisierungs-Bewegung entwickelt, zum Sprachrohr des Weltsozialforums und aller anderen zivilgesellschaftlichen Bewegungen, die sich weltweit für eine andere, eine bessere Welt einsetzen.
Direktor Ignacio Ramonet ist eine Gallionsfigur der Globalisierungskritik geworden, Redaktionsmitglied Bernard Cassen ist führend bei Attac-Frankreich aktiv. In der Zeitschrift kommen durchwegs namhafte VertreterInnen dieser Bewegungen zu Wort. In der März-Nummer z.B. schreibt der Europa-Abgeordnete Sami Nair über „Die Welt aus der Sicht Washingtons“, Ignacio Ramonet seziert in einem langen Essay die Einfalt der Bush-Administration, und von der indischen Autorin Arundhati Roy ist die Rede von Porto Alegre abgedruckt, ein beeindruckender Text über den Begriff „Empire“.
„Le Monde diplomatique“ ist nicht nur inhaltlich Ausdruck einer weltweiten Bewegung; es ist auch ein Weltblatt, das in den verschiedensten Sprachen und Kulturkreisen erscheint: in Beirut auf Arabisch, in Athen auf Griechisch, in Madrid und in Mexiko jeweils eine spanisch-sprachige Ausgabe, weiters natürlich auf Französisch, Englisch, Italienisch – und seit neun Jahren auch auf Deutsch, erhältlich als Einzelausgabe oder als Beilage der Berliner „tageszeitung“ oder der Zürcher „Wochenzeitung“.

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