Blutige Landrückgabe

Von Redaktion · · 2011/05

Kolumbien

Mit geschliffener Rhetorik preist Kolumbiens Vizepräsident Angelino Garzón, der Anfang März Österreich besuchte, das Projekt der Rückgabe gewaltsam seinen Besitzern entwendeten Landes. In den letzten 25 Jahren sind, vor allem durch paramilitärische Gruppen im Dienste wirtschaftlicher Interessen, an die 4,5 Millionen Hektar auf diese Weise „enteignet“ worden.

In den vergangenen drei Jahren wurden über 50 Personen ermordet, die sich im Rahmen der Rückgabe des geraubten Landes engagierten. Ein Gesetz über die Rückerstattung dieser Ländereien wird derzeit in den beiden Parlamentskammern diskutiert. Der kolumbianische Staat hat unter Präsident Santos wohl die Verantwortung für die schweren Menschenrechtsverletzungen früherer Regierungen, in Zusammenarbeit mit den Paramilitärs, übernommen. Für eine zufriedenstellende Umsetzung dieser Verantwortung bedarf es in Zukunft jedoch entschlossener Maßnahmen gegen jene „dunklen Kräfte“, zu denen – zumindest früher – auch staatliche Akteure gehörten.

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