Das Gesicht des Klimawandels

Wie ein peruanischer Bauer mit seiner Klage gegen einen deutschen Energieriesen gegen die fatalen Folgen der imperialen Lebensweise kämpft.

Von Kathrin Hartmann

Am Mittag des 13. November 2017 sitzt Saúl Luciano Lliuya in Saal A 005/006 des Oberlandesgerichtes Hamm. Niemand vor ihm hat je einen so weiten Weg in diesen weiß getünchten Raum zurückgelegt: 10.522 Kilometer. Lliuya lebt in Peru, genauer: in der Andenstadt Huaraz 450 Kilometer nördlich von Lima, am Rand des Hochgebirges Cordillera Blanca.Lliuya ist dort Kleinbauer und Bergführer. Er ist von den Anden herab nach Nordrhein-Westfalen gekommen, um den Energieriesen RWE zu verklagen. Denn RWE ist der größte CO2-Emittent Europas. Und die Menschen in Peru bekommen den Klimawandel bereits heftig zu spüren.Lliuya berichtet, dass er ihm, dem Klimawandel, jedes Mal...

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