Demokratie im globalen Süden

Infografiken zu aktuellen Entwicklungen

Lateinamerika: Auf die Frage „Sind Sie mit der Entwicklung der Demokratie in Ihrem Land zufrieden oder unzufrieden“ drückt seit dem Krisenjahr 2010 ein wachsender Anteil der – in 18 Ländern – Befragten Unzufriedenheit aus. Bald drei Viertel sind unzufrieden, obwohl sich die Wirtschaft leicht erholt hat. Bei den „sehr oder einigermaßen Zufriedenen“ liegen die BürgerInnen von Uruguay, Costa Rica und Chile an der Spitze.

Afrika: Bei einer großen Umfrage, die zwischen 2016 und 2018 in 34 afrikanischen Staaten durchgeführt wurde, bevorzugten fast 70 Prozent der Befragten die Demokratie als Regierungsform. Als uneingeschränkte DemokratInnen, die sich autoritäre Regierungen auch nicht in Ausnahmefällen vorstellen können, bezeichneten sich aber nur 42 Prozent.

Asien: Die Zeitung „Business World“ in Manila führt einen Demokratie-Index, der – mit Daten des britischen „Economist“ – Bereiche wie die Korrektheit von Wahlen, Pluralismus, bürgerliche Freiheiten, Arbeitsfähigkeit der Regierung und politische Partizipation berücksichtigt. Neuseeland im benachbarten Ozeanien käme nahe an den Höchstwert 10. In Asien führen Südkorea, Japan und Taiwan. Letzter ist natürlich Nordkorea, aber es überrascht, dass das Tourismusland Vietnam kaum besser als Afghanistan abschneidet.

Quellen: Latinobarometro.org, Afrobarometer.org, BusinessWorld Manila 2018

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