Den Rand stärken

In Nepal arbeitet die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (ÖEZA) mit an den Rand gedrängten Menschen.

Von ki
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit Nepal ist die Unterstützung marginalisierter Bevölkerungsgruppen durch Projekte der ländlichen Entwicklung“, erklärt Michaela Ellmeier. Sie ist in der ÖEZA für die Aktivitäten im Himalaja-Königreich zuständig.
Zielgruppen sind physisch (z.B. durch die räumliche Entfernung von mehreren Tagesmärschen bis zur nächsten Straße) oder sozial an den Rand Gedrängte, insbesondere Frauen. Denn diese erführen noch dazu eine systematische Benachteiligung in Gesetzen, Religion und gelebten Traditionen, so Ellmeier.
Das über den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) abgewickelte und von Österreich finanzierte Projekt WHEEL wurde im April des Vorjahres um weitere drei Jahre verlängert. WHEEL bemüht sich um Empowerment von Frauen. Im Süden Nepals, in Bindhabasini, wird hauptsächlich mit Dalit-Frauen gearbeitet und das Tabu der Unberührbarkeit gebrochen (siehe SÜDWIND-Magazin 1-2/2002).

Im Aruntal leben 75 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Horizont 3000 arbeitet im Rahmen eines EU-Kofinanzierungsprojektes mit Frauen und sozialen Randgruppen, um deren sozioökonomische Stellung zu verbessern.
Öko Himal führt ein Projekt in der Pufferzone des Makalu-Barun-Nationalparks durch. Man setzt bei den Lebensbedingungen und Einkommensmöglichkeiten der Bevölkerung an. Auch dieses Projekt zielt darauf ab, Frauen den Zugang zu Ressourcen und Entscheidungen zu ermöglichen.
Bis zum Jahre 2005 bezahlt die ÖEZA für die genannten drei Projekte insgesamt ca. 1,2 Mio. Euro.

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