Der amerikanische Zaun

5.100 weiße Kreuze haben MenschenrechtsaktivistInnen im Jahr 2009 am Grenzzaun bei Tijuana angebracht. Sie erinnern an jene MigrantInnen, die bis zu diesem Zeitpunkt seit Errichtung des Walls bei Überquerungsversuchen umgekommen sind. Weiterhin sterben jährlich etwa 400 Personen, meist auf harten Märschen durch abgelegene Gebiete. © Hanna Silbermayr

3.144 Kilometer ist die Grenze zwischen Mexiko und den USA lang. Nach einem entsprechenden Gesetzeserlass im Jahr 2006 ließ die US-Regierung einen Zaun von insgesamt rund 1.000 Kilometer Länge bauen. Er soll geschätzte 500.000 Menschen abhalten, die jährlich ohne Erlaubnis die Grenze in die USA überschreiten wollen. Während in den vergangenen Jahren die Zahl so genannter illegaler MigrantInnen deutlich abnahm, kommen nun wieder verstärkt Menschen aus mittelamerikanischen Ländern wie Guatemala oder Honduras in die USA, darunter besonders viele Kinder. Geht es nach republikanischen Präsidentschaftskandidaten wie Donald Trump, soll die physische Barriere zu den USA in Zukunft lückenlos sein. noh

Blick nach Kalifornien: Dieser elektronisch überwachte Grenzzaun bei Tijuana befindet sich bereits auf US-amerikanischem Boden und ergänzt die eigentliche Barriere aus einfachem Metall. Die Benutzung der Straße ist der Grenzwache vorbehalten. © Hanna Silbermayr

Hanna Silbermayr arbeitet als freie Journalistin zu Lateinamerika, derzeit befindet sie sich in Venezuela. Über längere Zeit hat sie sich journalistisch und wissenschaftlich mit internationaler Migration beschäftigt und mehrere Grenzregionen besucht.

hannasilbermayr.com

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