Der Schatten des Schatten

Von Redaktion ·

Paco Ignacio Taibo II

Kriminalroman. Aus dem Spanischen von Harry Stürmer. Assoziation A, Berlin 2010. 228 Seiten, EUR 18,50

Der Journalist Pioquinto Manterola, der Chinese Tomás Wong, der Dichter Fermín Valencia und der Anwalt Alberto Verdugo treffen sich regelmäßig zum Ausüben des mexikanischen Nationalsportes, zum Dominospielen. Eines Tages besucht der Dichter ein Konzert der Militärkapelle im Park, wo er beobachtet, wie der Posaunist von einem unbekannten Täter erschossen wird. Kurz darauf verfolgt der Journalist durch das Fenster der Redaktion, wie in dem Haus gegenüber der Bruder des Posaunisten zu Tode stürzt. Als schließlich der Anwalt in das Haus jener Frau, die bei dem Sturz des Bruders anwesend war, eingeladen wird, scheinen die Zufälle keine mehr zu sein …

Es entwickelt sich eine spannende Kriminalhandlung, in der nicht nur das nachrevolutionäre Mexiko der 1920er Jahre wiederaufersteht, sondern auch sehr lebendige und abwechslungsreiche Figuren gezeichnet werden. Der Autor schafft ein episodenartiges Bild, das die allgemeine Handlung sowie das Werden der einzelnen Charaktere erforscht. Die vier fiktiven Hauptpersonen treffen im Laufe des Romans auf eine Menge Personen und Geschehnisse der Zeitgeschichte – aus dieser Perspektive heraus dient der Roman neben der Unterhaltung auch der Weiterbildung bezüglich Mexikos historischer Vergangenheit.

Interessanterweise hat Paco Ignacio Taibo II schon einmal eine Geschichte über das Quartett veröffentlicht, nämlich in Band XX des Buches „Mexico, historia de un pueblo“ (Mexiko, die Geschichte eines Volkes). Eine doppelt so lange Fortsetzung des hier vorgestellten Buches gibt es ebenso, nämlich „Die Rückkehr des Schatten“, die Anfang des Zweiten Weltkrieges in Mexiko angesiedelt ist. Warum ich diese zwei weiteren Titel hier erwähne? Weil ich denke, dass alle drei Werke unbedingt gelesen werden sollten, da sie äußerst empfehlenswert sind!
Ruth Papacek

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