Die Frauen-Moschee

Von B.V.
Gewalt, dreifacher Talaq (die durch den muslimischen Mann ausgesprochene einseitige Scheidung), das Elend verstoßener Frauen und Witwen: Sharifa Khanam, Leiterin der Frauenorganisation STEPS, war „entsetzt“, als sie sich der Lage der Musliminnen in ihrem Bezirk Pudukkottai im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu bewusst wurde. Beim Jamaat, der Versammlung muslimischer Männer, die über Familienrechtsfragen entscheiden, stieß sie auf kein Verständnis. Und die Polizei steht auf Seiten des Jamaat.
Der logische erste Schritt für Sharifa bestand nun darin, ein eigenes Frauen-Jamaat zu gründen. Der nächste Schritt soll der Bau einer eigenen Moschee nur für die Frauen sein. Eine Frau soll als Priesterin fungieren; die Moschee wollen die Frauen zum Beten, zum Austausch und zur Lösung von Familienrechtsfragen nutzen. Einige aufgeschlossene Muslime waren sogar bereit, Land zur Verfügung zu stellen, zogen ihr Angebot nach den Protesten reaktionärer Imame aber wieder zurück. Die Frauen um Sharifa sind nun entschlossen, selbst ein Stück Land und die nötigen finanziellen Mittel aufzutreiben

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