Die Gashülle

Ohne den Schutz unserer Atmosphäre wäre es auf der Erde um 33°C kälter.

Mehr als 99 Prozent der Atmosphäre bestehen aus Stickstoff und Sauerstoff, die keine wärmespeichernden Eigenschaften besitzen. Gase, die einen Teil der Sonnenwärme einfangen und so für den natürlichen, lebensspendenen Treibhauseffekt sorgen, machen gerade Ein-Zehntelprozent der gesamten atmosphärischen Schicht aus.

Menschliche Aktivitäten haben in jüngster Vergangenheit für eine starke Zunahme dieser Gase gesorgt. Bis 2080 wird deren Konzentration das Doppelte des vorindustriellen Stands erreicht haben.

Kohlendioxid: Aus geologischen Untersuchungen ist ersichtlich, dass die derzeitige Konzentration die höchste innerhalb der Letzten 200.000 Jahre ist. Während die Natur in ihrem fein abgestimmten Kreislauf zwar 30-mal mehr Kohlendioxid als die Menschheit produziert, blasen wir bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe jährlich mehr als 6 Milliarden Tonnen dieses Gases in die Luft. CO2-Emissionen sammeln sich in der Atmosphäre und sorgen dort 200 Jahre lang für eine Erwärmung.

Methan: Das Gas mit der 20fachen Wirkung von Kohlendioxid hat sich in seiner Konzentration seit Beginn der industriellen Revolution verdoppelt. Methan wird hauptsächlich bei der Abholzung von Waldgebieten, bei der Verrottung von Abfall, beim Reisanbau und in der Viehzucht freigesetzt. Es hat eine Lebensdauer von 12 Jahren.

Stickstoffoxid: Das Gas entsteht hauptsächlich durch den Einsatz von chemischen Düngemitteln in der industriellen Landwirtschaft. Es wirkt 200-mal stärker als Kohlendioxid und hat eine Lebensdauer von 120 Jahren.

Fluorchlorkohlenwasserstoffe: Diese neuartigen Gase entstehen bei der Produktion von Kühleinrichtungen und Klimaanlagen. Ihr Erwärmungseffekt ist Tausende Male stärker als jenes von Kohlendioxid. Obwohl bereits abgeschafft, werden sie noch einige tausend Jahre vorhanden bleiben.

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