Die Stimmen der Opfer

DR Kongo

Soll die Regierung um des Friedens willen auf eine Strafverfolgung von Kriegsverbrechern verzichten? Die Stimmen von KongolesInnen, die Opfer eines der verheerendsten Kriege seit dem Zweiten Weltkrieg wurden, sprechen ein deutliches Nein. Mehr als 3.700 Menschen im Ostkongo wurden in einer repräsentativen Studie befragt. Ihr Zeugnis des Kriegs liegt nun als Bericht mit dem Titel "Living with Fear" vor. Mehr als die Hälfte von ihnen wurde im Lauf des letzten Jahrzehnts von bewaffneten Gruppen mit dem Tod bedroht, geschlagen oder versklavt. Fast 3.000 wurden zeitweise oder dauerhaft vertrieben.

Die große Mehrheit traut der Regierung zu, Frieden und Sicherheit zu schaffen. Dafür sei es jedoch notwendig, die Täter zur Verantwortung zu ziehen, erklären 82 Prozent. Die Hälfte hält dies für Sache der nationalen Justiz, doch wünschen sich vier von fünf, dass die internationale Gemeinschaft dabei hilft.

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