Diese menschliche Welt

Heuer findet zum zweiten Mal das Menschenrechtsfilmfestival „This Human World“ vom 3.-13. Dezember in Wien statt. Vorab ein paar Geheimtipps.

Von Michaela Krimmer
Seit letztem Jahr gibt es in Österreich ein Filmfestival, das sich ausschließlich den Menschenrechten widmet. Die Schwerpunkte der diesjährigen Filmschau sind aus aktuellem Anlass 20 Jahre Fall der Berliner Mauer, Burma und Iran sowie weibliche Genitalverstümmelung und Ciudad Juárez. Die Frauenmorde in der berüchtigten nordmexikanischen Stadt werden im Film "On the Edge - Femicide in Ciudad Juárez" thematisiert.

"Es geht auf einer breiten, sehr politischen Ebene um die strukturelle Gewalt gegen Frauen - und die gibt es ja nicht nur in Ciudad Juárez", erklärt Zora Bachmann, eine der Veranstalterinnen von "This Human World", und verrät gleich darauf ihren persönlichen Geheimtipp: "Kopftuch als System - Machen Haare verrückt?" von Fathiyeh Naghibzadeh und weiteren drei Studentinnen. Vier Iranerinnen im deutschen Exil gehen darin mit ihren eigenen Formen des Widerstandes gegen die Unterdrückung im Iran vor.

"Der Film ist für dieses Minibudget toll gemacht. Und die darin zu Wort kommenden Iranerinnen sind alle sehr beeindruckende, starke Frauen", schwärmt Bachmann. Denn das ist eines der Hauptkriterien des Festivals: Inhalt. Neben cineastisch und technisch professionell gemachten Filmen, die auch auf großen Festivals wie der Berlinale laufen, finden sich auch solche, die von engagierten Menschen mit geringen finanziellen Mitteln produziert wurden und wichtige Themen behandeln, die den staatlichen FördergeberInnen vielleicht einfach nicht ins Konzept passten.

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