Ein anderes Afrika denken

Gleich 17 afrikanische Staaten wurden vor 60 Jahren von ihren Kolonialmächten unabhängig. Die Diskurse über Afrika sind seither widersprüchlich.

© Alun Be

Während die einen düstere Bilder von der Entwicklung des Kontinents zeichnen und besorgniserregende Prognosen entwerfen, sprechen die anderen euphorisch von Afrika als Kontinent der Zukunft. Aktuell bringt die Corona-Pandemie weitere Fragezeichen, wie das Leben auf dem Kontinent künftig aussehen wird.

Wer die schablonenhaften Diskurse über den afrikanischen Kontinent durchbrechen will, muss sich einen Weg jenseits von Katastrophismus und seligem Optimismus bahnen. Und dafür sind Inspiration, Kreativität und radikales Denken gefragt – jetzt mehr denn je.

Dieses Dossier widmet sich neuen Bildern und Geschichten von Afrika, die gegenwärtig am Kontinent und in der Diaspora von Philosophen, Filmemacherinnen, Schriftstellern und Aktivistinnen entworfen werden.


28        Philosophisch: Die Utopie Afrika

32        Literarisch: Die Zukunft der Vergangenheit

34        Neu gedreht: Afrofuturismus im Film

36        Feministisch: Frauenräume in Uganda

37        Lesetipps: Afrika jenseits von Klischees


Redaktion: Christine Tragler

Die Bilder in diesem Dossier – mit Ausnahme des Porträts von Felwine Sarr – sind der Serie „Edification“ des senegalesischen Fotokünstlers Alun Be entnommen. Der in Dakar geborene Fotograf hat Kinder mit Virtual-Reality-Brillen ausgestattet und sie sowohl in Alltagssituationen fotografiert als auch in heldenhafte Umhänge eingehüllt und abgebildet. Mit seiner Kunst möchte er gesellschaftliche Verhältnisse erforschen und den Blick auf Afrika verändern.

Alun Be: Ethos, Edification Series.

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