Ein weltweiter Sommer

Auch heuer überzieht zur warmen Jahreszeit eine Reihe von Festivals mit Musik aus anderen Kulturen Österreich. Das größte Weltmusikfest findet auf einer Donauinsel in Budapest statt.

Von Werner Hörtner
Ein Auftritt, wie man ihn selten zu sehen bekommt: eine Japan-Brasilien- Connection mit den Kiwi & Papaya Sakaki Mangoes.

In Wien eröffnet das JazzFest am 25. Juni den weltmusikalischen Sommer. Hier treten nicht nur Größen wie Eric Burdon, Bobby McFerrin, Herbie Hancock und Keith Jarrett auf. Es spielen auch Marc Ribot y los Cubanos, die kanadische Rockerin Térez Montcalm, die US-Sängerin Megitza u.v.a. Und auch heuer wieder sind die Konzerte auf der Summerstage – mit Clara Alina Blume, Martha Sanchia, Magdalena Piatti und Özlem Bulut – sowie am Rathausplatz – mit Silje Nergaard und Celia Mara – kostenlos zugänglich.
JazzFest Wien, 25. Juni bis 9. Juli, www.viennajazz.org

„Glatt & Verkehrt“, Österreichs größtes Weltmusikfestival, öffnet heuer zum 16. Mal im Hof der Kremser Winzergenossenschaft seine Pforten. Im am 28. Juni beginnenden Vorprogramm gibt es die Möglichkeit, Gruppen aus der Region und aus den osteuropäischen Donaustaaten bei Heurigen und in Wirtshäusern zu hören, gekrönt am 30. Juni durch eine Klangfahrt per Schiff durch die Wachau.

Das Hauptprogramm beginnt am 25. Juli mit der koreanischen Jazzsängerin Youn Sun Nah, einer Uraufführung des Österreichers Burkhard Stangl und einem musikalischen Gipfeltreffen von Westafrika und Nordamerika, zwischen Habib Koité aus Mali und Eric Bibb aus den USA. Der nächste Tag steht im Zeichen des Orients, mit Gruppen aus Algerien, Iran und Libanon. Am 27. Juli erlebt das Festival wohl eine Premiere, eine Japan-Brasilien-Connection mit den Kiwi & Papaya Sakaki Mangoes sowie je einer Gruppe aus Japan und Brasilien. Steht der Samstag mit den Yoruba Andabo, den Elektro Guzzi sowie Juan de Marcos & Afro Cuban All Stars ganz im Zeichen von Kuba, so ist der sonntägliche letzte Tag wieder Afrika gewidmet, mit dem in Österreich lebenden Mamadou Diabaté, der Sängerin und Gitarristin Fatoumata Diawara aus Mali und der südafrikanischen Legende Hugh Masekela, der die Musikszene seines Landes seit Jahrzehnten prägt.
www.glattundverkehrt.at

Afrika ist in. Und zwar dauerhaft. Vom 4. bis 8. Juli findet zum zwölften Mal das Kasumama-Festival im Waldviertel statt. Rund um einen Badeteich in malerischer Umgebung, inmitten von Wackelsteinen und Wäldern, spielen in Österreich lebende afrikanische MusikerInnen auf, etwa Mahmadou Diabaté, Vusa Mkhaya und Jenny Bell sowie aus ihrem Heimatkontinent eingeflogene Gruppen wie die Theatergruppe IYASA aus Simbabwe, das Ensemble Doundounba aus Guinea, Les Boukakes aus Algerien u.a. Und aus dem karibischen Afrika, aus Haiti, kommt die Reggae Band Jahfe mit Frontlady Esther Fortune.
4. bis 8. Juli, Moorbad Harbach, www.kasumama.at

An 18 Tagen, vom 26. Juli bis zum 12. August, ist die Donauinsel in Wien zum achten Mal Schauplatz der Afrika Tage Wien mit fast 40 Konzerten, Lesungen, Workshops und Trommelkursen. Es spielen Manfred Mann’s Earth Band aus Südafrika, Hans Theesink mit dem Vokalensemble Insingizi, die Sängerin Jobarteh Kunda und zum Abschluss wieder die Band Jamaram. Der musikalische Bogen spannt sich von Reggae und Jazz über Afro-Beat bis zu afro-karibischen Klängen.
www.afrika-tage.at

Auch auf einer Donauinsel, aber im benachbarten Budapest, findet vom 6. bis 13. August das 20. Sziget-Festival statt, in dessen Rahmen auch eines der größten Weltmusik-Festivals Europas sein Jubiläum feiert, mit 25 Bands in einer Woche, darunter die spanisch-lateinamerikanische Band Che Sudaka, Emir Kusturica und Goran Bregovic aus Serbien, Los de Abajo und Molotov aus Mexiko, Muchachito Bombo Infierno und La Selva Sur aus Spanien.
www.szigetfestival.at

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