Emotionale Session

Von Werner Leiss

Die Zusammenarbeit des israelischen Popstars, Komponisten und Pianisten Idan Raichel mit dem Gitarristen Vieux Farka Touré aus Mali, Sohn des legendären Ali Farka Touré, findet nun mit dem Album „The Paris Session“ eine Fortsetzung. Zwar als ursprüngliche Session noch durchaus erkennbar, finden alle Stücke in eine durchstrukturierte Form. Dabei wird natürlich dennoch genügend Raum für Improvisationen gelassen.

Hier wird kein belangloses Geplänkel geboten. Das Pianospiel von Idan Raichel klingt stets inspiriert und bereichert ebenso wie das Trompetenspiel von Niv Toar. Daby Touré ist am Bass zu finden und Abdou-rahmane Salahe werkt an Calabash und Congas. Die Stücke fließen dahin, dabei ist ein hohes Maß an Emotionalität im Spiel. Es ist eine letztlich globalisierte Musik mit jazzigen Anklängen gelungen, die jedoch oft deutlich malische Strukturen erkennen lässt. Tranceartige Passagen und wohldurchdachte Melodien wechseln einander ab.

So darf hybride Musik gerne klingen. Das Debüt-Album von 2012, „The Tel Aviv Session“, hat einen absolut würdigen Nachfolger gefunden.

The Touré-Raichel Collective
The Paris Session
Cumbancha, Vertrieb: Hoanzl

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