Eritrea - Fakten

Hauptstadt: Asmara

Fläche: 117.600 km² (Österreich: 84.000 km²)

EinwohnerInnen: 6,5 Mio.

Bevölkerung: rd. 50% Christen, 50% Muslime. Es gibt neun größere ethnische Gruppen: Tigrinya, Tigre, Saho, Kunama, Hedareb, Rashaida, Bilen, Afar, Nera.

Amtssprachen: Tigrinya, Arabisch und Englisch.

BIP pro Kopf und Jahr: 707 Dollar (kaufkraftbereinigt, IWF 2014). Anm.: Angaben über die Wirtschaft Eritreas sind mit Vorsicht zu genießen, da die Regierung prinzipiell keinerlei Wirtschaftsdaten veröffentlicht.

Die Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit (PFDJ), laut eigenen Angaben marxistisch ausgerichtet, regiert als einzige zugelassene politische Partei. Staats- und Regierungschef Isayas Afewerki ist seit 1993 im Amt. Seine PFDJ ging 1994 aus der Eritreischen Volksbefreiungsfront EPLF hervor. Unter der EPLF erkämpfte Eritrea seine Unabhängigkeit (1993).

80% der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Eritrea besitzt Bodenschätze (Gold, Silber, Kupfer, Schwefel, Nickel, Pottasche, Marmor, Zink und Eisen), die Regierung gibt viel Geld für das Militär aus.

Zeitleiste Eritrea

Ca. 400 v. Chr.: Aus Südarabien stammende Einwanderer lassen sich am Horn von Afrika nieder.

2. Jh. n. Chr.: Das heutige Eritrea wird Teil des äthiopischen Königreiches Aksum.

16. Jh.: Das äthiopische Kaiserreich wehrt sich mit portugiesischer Hilfe gegen die Osmanen. Die Küste Eritreas wird von den Osmanen besetzt und bleibt in den nächsten Jahrhunderten heftig umkämpft.

1890 bis 1941: Eritrea ist italienische Kolonie; von 1936 bis 1941 Teil der italienischen Kolonie Italienisch-Ostafrika.

Ab 1941 steht das Land unter britischer Verwaltung.

1952 wird es dem damaligen Kaiserreich Abessinien föderativ verbunden.

1961 wird Eritrea von dem äthiopischen Kaiser Haile Selassie dem äthiopischen Kaiserreich als Provinz Eritrea eingegliedert und von Addis Abeba aus regiert.

1961 beginnt der bewaffnete Aufstand der marxistischen Eritreischen Befreiungsfront ELF, von der sich später die EPLF („Eritreische Volksbefreiungsfront“) abspaltet.

24. Mai 1991: Die EPLF (Generalsekretär ist Isayas Afewerki) erreicht Asmara, Sieg der Befreiungsbewegung über das äthiopische Militär.

24. Mai 1993: Referendum: Überwältigende Mehrheit für die Unabhängigkeit von Äthiopien. Eritrea wird ein eigener Staat, Afewerki Präsident.

1997: Äthiopische Truppen besetzen eritreisches Gebiet. Der Konflikt eskaliert ein Jahr später. Dem Krieg fallen tausende Menschen zum Opfer, viele müssen fliehen.

2000: Waffenstillstandsabkommen (Abkommen von Algier), die Situation bleibt bis heute gespannt. Zudem entstehen Grenzkonflikte mit Jemen und Dschibuti.

2008: UN-Mission zur Überwachung des Algier-Abkommens endet, weiterhin immer wieder Kämpfe an der eritreisch-äthiopischen Grenze.

Juni 2016: Bei bewaffneten Auseinandersetzungen mit Äthiopien in der Grenzregion Tsorona kommt es zu Todesfällen auf beiden Seiten.

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