Erklärungsbedarf

EZA-Diskussion 6/2003

Von Kurt Luger
Kann mir das jemand erklären: Die Frau Minister sagt in der Juni-Nummer auf Seite 10, wir brauchen eine Agentur, weil eine Steigerung des EZA-Budgets um 30 Mio. Euro vorgesehen ist (was noch lange nicht heißt, dass tatsächlich gesteigert wird bzw. ob am richtigen Platz gesteigert wird).
Auf Seite 9 ist eine Tabelle, die sagt, Österreich hat im Jahr 2002 gegenüber 2001 um 58 Mio. Dollar weniger an EZA ausgegeben. Wenn ich richtig informiert bin, kostet die Entwicklungsagentur ADA 12 Mio. Euro. Heisst das, dass die ADA ein Budget verwalten wird, das um rund 40 Mio. Dollar – 35 Mio. Euro – niedriger sein wird als im Jahr 2001, wo man erstaunlicherweise locker ohne ADA auskam? Wie reimt sich das? Oder was reimt sich da?

Kurt Luger
Universität Salzburg
5020 Salzburg


Anmerkung der Redaktion:
Nach eigenen Recherchen müssen wir der Argumentation des Leserbriefschreibers Recht geben. Das EZA-Bundesbudget lag in früheren Jahren wesentlich höher, als es selbst nach der für 2004 vorgesehenen Steigerung ausmachen wird, und zwar (in Mio Euro)
z. B. 1996: 76,3.
Für 2004 sind 71,6 projektiert. Früher konnte das Budget offensichtlich gut ohne eigene Entwicklungsagentur verwaltet werden. Weiters beträgt die Steigerung von heuer auf 2004 nur 18,9 Mio € und nicht 30, wie von der Ministerin angegeben; das Budget wurde allerdings am 11. Juni 2003 beschlossen und der Beitrag schon Anfang Mai geschrieben.

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