Ettas Sammlungen

Welt der Völker

Anlässlich des 100. Geburtstags seiner langjährigen (1955-1975) Direktorin Etta Becker-Donner zeigt das Wiener Museum für Völkerkunde noch bis 19. März eine prägnante Auswahl seiner Sammlungen aus Liberia, Brasilien und Mittelamerika und stellt sie in den Kontext heutiger Forschung.

Becker-Donner war die erste österreichische Ethnologin, die in den 1930er Jahren Feldforschung in Afrika und in den 1950er Jahren in entlegenen Gebieten Amazoniens betrieb. In den 1960er Jahren konzentrierte sich ihr Forschungsinteresse auf Guatemala und Costa Rica, wo sie umfangreiche Sammlungen zur Populärkultur anlegte. Auf ihre Initiative erfolgte 1965 die Gründung des Österreichischen Lateinamerika-Instituts, das sie lange auch als Präsidentin leitete. Ihre Darstellung als heroische Pionierin, die einerseits im „wilden exotischen Urwald“ überlebte und sich später in der männlich dominierten Wissenschafts- und Museumswelt durchsetzte, konstruierte in der Öffentlichkeit ein Bild von ihr, das zu ihrer eigenen Bekanntheit, aber auch zu jener des Museums und des Faches der Ethnologie als „Abenteuer Wissenschaft“ in Österreich beitrug.

Museum für Völkerkunde, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien. Noch bis 19. März.

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