Mittelmeer: Ankünfte und Todesfälle

Von Redaktion ·

Zentrales Mittelmeer: die tödlichste Route. Von 2014 bis 2018 starben mehr als 17.550 Menschen bei ihrem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, die meisten – rund 84 Prozent – auf dem Weg von Libyen/Tunesien nach Malta/Italien. Auch 2018 war diese „zentrale Route“ mit 1.314 Toten/Vermissten die gefährlichste, obwohl sich die Zahl der Todesfälle auf der westlichen Route gegenüber 2017 mit 809 fast vervierfachte. Auch auf der östlichen Route kamen fast dreimal mehr Menschen ums Leben als 2017.

Todesraten. Mit welchem Todesrisiko sind die Flüchtlinge/MigrantInnen konfrontiert, wenn sie die Überfahrt wagen? Dazu gibt es nur teilweise Informationen, etwa zur Route von Libyen aus. Dort erhöhte sich das Todesrisiko von 2016 bis 2018 nach Angaben des Italian Institute for International Political Studies (ISPI) in Mailand von unter 2 auf fast 4 Prozent.

2019 (bis Mitte Februar) lag das Todesrisiko im gesamten Mittelmeer bei 2,3 Prozent (Jänner/Februar 2018: 2,4 Prozent), wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) berichtete, doch auf der zentralen Route sogar bei 18 (!) Prozent. Von 799 Menschen, die sich nach Italien/Malta auf den Weg machten, starben 144. R.P.

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